Catherine Zask
französische Grafikdesignerin, Typografin, Plakatgestalterin und Künstlerin
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Catherine Zask (* 1961 in Paris)[1] ist eine französische Grafikdesignerin, Typografin, Plakatgestalterin und Künstlerin.
Werdegang
Catherine Zask schloss 1984 ihr Studium an der École Supérieure d’Art Graphique (ESAG) in Paris ab. Sie arbeitete anschließend als selbständige Gestalterin hauptsächlich für kulturelle Institutionen. Sie entwirft Erscheinungsbilder und gestaltet sämtliche Kommunikationsmedien für die Einrichtungen. Zu ihren Kunden zählen die Université de Franche-Comté, die Scam (Societé civile des auteurs multimedia), das Hippodrome Staatstheater in Douai und die Abteilung Architektur des französischen Kultusministeriums.
Von 1989 bis 1990 unterrichtete Catherine Zask an der École de Communication Visuelle, später von 1992 bis 1993 an der École d’Art de Besançon.
Ihre Arbeit für die Université de Franche-Comté wurde 1991 im Centre Pompidou ausgestellt. Einzelausstellungen mit ihren Arbeiten zeigten 2004 die Galerie Anatome in Paris, 2005 das Museum für Gestaltung in Zürich und 2005 das Designzentrum der Tschechischen Republik in Brno.
Zask hat mehrere Preise gewonnen, darunter 2002 den Grand Prix auf der 20. Internationalen Biennale für Grafikdesign in Brno. Seit 1997 ist sie Mitglied der Alliance Graphique Internationale.
Werk
Catherine Zask betrachtet Wörter und Buchstaben nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern auch als visuelle Formen. In ihren typografischen Arbeiten definiert sie die konventionelle Rolle von Text neu und verschiebt die Grenzen zwischen Gestaltung, Schreiben, Lesen und visueller Poesie. Typografie wird in ihren Werken zu einem funktionalen und künstlerischen Medium.
1993, während ihrer Zeit in der Villa Medici, begann Catherine Zask mit der Arbeit an Alfabetempo, einem Projekt, bei dem sie ihre Auseinandersetzung mit Typografie und Schrift fortsetzte.[2] Diese kontinuierliche visuelle Forschung ist zu einem integralen Bestandteil ihrer freien künstlerischen Arbeit geworden und hat sich zu einer neuen Art des Denkens und Gestaltens visueller Formen entwickelt.
Museen und Sammlungen
- Sammlung Grafikdesign, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
- Bibliothèque nationale de France, Paris
- Lahti Art Museum, Finnland
- Les Silos, Maison du livre et de l’affiche, Chaumont
- Moravian Gallery in Brno
- L’Addresse Musée de La Poste, Paris
- Musée de la Publicité, Palais du Louvre, Paris
- Museum für Gestaltung, Zürich
- Museum of Modern Art, Toyama, Japan
- PAN Plakatsammlung im Kunstforum Niederrhein, Emmerich
- Tehran Museum of Contemporary Art, Iran
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Felix Studinka (Hrsg.): Poster Collection 12 – Catherine Zask. Museum für Gestaltung Zürich und Lars Müller Publishers, Baden 2005, ISBN 978-3-03778-054-1.
Literatur (Auswahl)
- Jumping He (Hrsg.): AGI France, Beyond Latitude. hesign Publishing, Berlin 2025, ISBN 978-3-947245-26-0, S. 982–1015.
- Michel Wlassikoff: The Story of Graphic Design in France. Gingko Press, Corte Madera 2005, ISBN 1-58423-220-X, S. 291–292.