Cembren A

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Cembren A oder Neocembren ist ein Kohlenwasserstoff aus der Gruppe der monozyklischen Diterpene,[3] bestehend aus einem methyl- und isopropenylsubstituierten dreifach ungesättigten C14-Makrocyclus. Die Biosynthese erfolgt durch Zyklisierung von Geranylgeranylpyrophosphat.[4] Cembren A ist Bestandteil des Spurenpheromons der Termitenart Nasutitermes exitiosus[5], des Königinnenpheromons der Pharaoameise und kann aus Weichkorallen (Nephtea sp.)[6] und Balsambäumen (Commiphora mukul, Boswellia spp.) isoliert werden.[7]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Allgemeines
Name Cembren A
Andere Namen
  • (1E,5E,9E,12R)-1,5,9-Trimethyl-12-prop-1-en-2-ylcyclotetradeca-1,5,9-trien (IUPAC)
  • Neocembren
Summenformel C20H32
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 31570-39-5
PubChem 5281384
ChemSpider 4444741
Wikidata Q5058639
Eigenschaften
Molare Masse 272,47 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,831± 0,06 g·cm−3 (bei 20 °C)[1]

Siedepunkt

369,7± 42,0 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Biosynthese

Ausgehend von Geranylgeraniolpyrophosphat findet die Synthese unter Katalyse des Enzyms DtcycA (Diterpen-Cyclase A) statt. Zunächst wird die Pyrophosphatgruppe abgespalten. Daraufhin bildet sich im nächsten Schritt ein Cyclopropyl-Carbokation als Zwischenstufe aus. Durch Deprotonierung entsteht (R)-(−)-Cembren A.[8]

Biologische Wirkung

Cembren A weist eine zytotoxische Wirkung gegen die A549-Zellen (menschliche Zellen eines Lungenadenokarzinoms), gegen die HT-29-Zellen (menschliche Zellen eines Kolonadenokarzinoms), gegen die KB-Zellen (menschliche Zellen eines Plattenepithelkarzinoms) und die P-388-Zellen (Zellen einer Maus mit Lymphozytenleukämie) auf.[9]

Vorkommen

Cembren A kommt in verschiedenen Pflanzen- und Tierarten vor. Es kann aus der Weichkoralle Nephtea sp.[6] und aus Balsambaumgewächsen der Arten Commiphora mukul und Boswellia spp. isoliert werden.[7]

In der Tierwelt ist Cembren A chemischer Bestandteil von Insektenpheromonen. Es ist im Spurpheromon verschiedener Termitenarten vorhanden.[5]

Bei der Pharaoameise (Monomorium pharaonis) kommt es im Königinnen-Pheromon vor und bewirkt die Verhinderung der Fortpflanzung.[10]

Des Weiteren ist es Bestandteil des Gifts von Ameisenköniginnen der Art Monomorium minimum[11] und wird in der kloakalen Drüse des Alligator sinensis[12] gebildet.

Einzelnachweise

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