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Central de Trabajadores de la Argentina

argentinischer Gewerkschaftsverband From Wikipedia, the free encyclopedia

Central de Trabajadores de la Argentina (CTA) ist ein argentinischer Gewerkschaftsbund. Er setzt sich zusammen aus der CTA-A (Central de Trabajadores de la Argentina Autónoma) und der CTA-T (Central de Trabajadores de la Argentina de los Trabajadores). Der CTA entstand als Abspaltung des peronistischen Gewerkschaftsverbands CGT im Jahr 1992.

Geschichte

Die Central de Trabajadores de la Argentina spaltete sich aus dem größten Gewerkschaftsverband CGT (Confederación General de Trabajadores) im April 1992 ab, als Teile der traditionell dem Peronismus nahestehenden CGT mit der neoliberalen Politik des Präsidenten Carlos Menem nicht einverstanden waren.[1]

Nach der Wirtschaftskrise von 2001 kam die als Kirchnerismo bekannte politische Strömung des Peronismus an die Macht in Argentinien und kehrte sich vom Neoliberalismus ab zu Gunsten eines Etatismus, der die Rolle des Staats im Wirtschaftssystem betonte. Der Gewerkschaftsbund CTA näherte sich damit wieder der Regierung an und wurde auch zu einem politischen Faktor, den die Regierungen von Néstor Kirchner und Cristina Fernández de Kirchner zu berücksichtigen versuchten. Dennoch blieb das Verhältnis zur Regierung weiterhin angespannt. 2010 kam es zur Spaltung der CTA in die CTA de Trabajadores und CTA Autónoma.[2][1] Die CTA de los Trabajadores nahm dabei eine näher am Kirchnerismo liegende Position ein.[3]

Gegen die konservative und wirtschaftsliberale Regierung von Mauricio Macri (2015–2019) opponierte der Gewerkschaftsbund so wie andere argentinische Gewerkschaften stärker. So mobilisierte Ende April 2016 u. a. die CTA bis zu 350.000 Menschen zu einem Protestmarsch in Buenos Aires für sofortige Maßnahmen gegen die hohe Arbeitslosigkeit und eine Begrenzung der Inflation.[4]

Um die Zeit des Amtsantritts des peronistischen Präsidenten Alberto Fernández 2019 gab es Bemühungen, auch seitens des designierten Präsidenten, die CTA-T wieder in den Gewerkschaftsbund CGT zu integrieren.[3] Diese Versuche blieben jedoch ohne Resultat.

Die wirtschaftsliberale und minarchistische Politik des Präsidenten Javier Milei ab 2023 führte dazu, dass die beiden Sektionen der CTA wieder stärker ihre Kräfte zu bündeln versuchen, um gegen die Politik der Regierung zu opponieren. Eine Wiedervereinigung wurde angekündigt und Aktivitäten wurden häufiger in Koordination ausgeführt.[5][6] Auch die Sparpolitik der Regierung von Javier Milei bekämpft die CTA durch Massenstreiks, und zwar gemeinsam mit der CGT.[7]

CTA ist Mitglied des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). In der Mitgliederliste des IGB wird die Mitgliedschaft von CTA mit 300.000 angegeben (Stand: November 2017).[8]

Einzelnachweise

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