Charles Bridoux
französischer Briefmarkenkünstler
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Charles Bridoux (* 21. Januar 1942 in Paris; † 20. Februar 2003 ebenda) war ein französischer Grafiker, Illustrator, Briefmarkenkünstler, Philatelist und Sammler postalischer Stempel.
Leben und Wirken
Charles Bridoux besuchte die École des arts appliqués sowie die École nationale supérieure des arts décoratifs in Paris. Er arbeitete als auf Kalligrafie und Werbegrafik spezialisierter Grafiker.[1]
Anlässlich der internationalen Briefmarkenausstellung ARPHILA ’75 gewann Bridoux den vom Generalkommissariat der Ausstellung organisierten nationalen Wettbewerb. Seine Cérès-Maquette, ein Motiv zu Ehren der Cérès und der Briefmarkensammler, erschien am 20. Mai 1975 als Briefmarke und im Juni 1975 außerdem als Marke im Block Art et philatélie. Es war seine erste Briefmarke.[1][2][3]
Seine zweite Briefmarke für Frankreich gestaltete Bridoux 1978 zum fünfzigjährigen Bestehen der Académie de philatélie; die Marke wurde von Claude Haley gestochen.[4] Für das Bureau d’études des postes et télécommunications d’outre-mer (BEPTOM) arbeitete er auch an Briefmarkenausgaben französischsprachiger Staaten mit, darunter Mali und die Republik Kongo.[1][2]
Für die französische Post entwarf oder gestaltete Bridoux unter anderem Ausgaben zum 40-jährigen Bestehen des Centre national d’études des télécommunications, zur Frankophonie, zur Documentation française, zu den Technischen Museen von Mulhouse sowie Dienstmarken für den Europarat. Für die Ausgabe Bâtiment du Conseil de l’Europe von 1986 ist im Musée de La Poste eine Maquette Bridoux’ nachgewiesen.[1] Nach Angaben von Phil-Ouest dienten diese Europarats-Ausgaben zugleich dem Test einer neuen Offsetmaschine der französischen Briefmarkendruckerei.[2]
Ab 1989 gestaltete Bridoux eine neue Serie präobliterierter Briefmarken mit Musikinstrumenten. Zwischen 1989 und 1994 entstanden daraus dreißig Marken in sechs Serien. Später folgten präobliterierte Serien mit Baumblättern und Wildblumen. Außerdem gestaltete er ab 1990 Briefmarken im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville.[1][2]
Daneben übernahm Bridoux zahlreiche Layouts und Neubearbeitungen historischer oder künstlerischer Motive. Dazu gehörten Ausgaben nach Werken von Roberto Matta, Georges de La Tour, Paul Cézanne, Fernand Léger und Vladimir Veličković sowie Neubearbeitungen französischer Dauermarkenmotive wie Marianne, Semeuse, Type Blanc und Type Mouchon. Für das Musée de La Poste gestaltete er 1992 den Katalog einer Ausstellung der Académie de philatélie.[1][2]
Philatelie und Auszeichnungen
Bridoux war selbst Philatelist und beschäftigte sich besonders mit alten postalischen Stempeln und Briefbelegen. 1979 wurde er Mitglied der Académie de philatélie.[1][2] Seine Sammlung zum französischen 20-Centimes-Cérès von 1849 erhielt bei der PHILEXFRANCE ’99 eine Große Goldmedaille.[1][2]
Am 29. September 1994 wurden Bridoux im Musée de La Poste die Insignien eines Ritters des Ordre national du Mérite verliehen.[1][2]
Weblinks
- Charles Bridoux in den Sammlungen des Musée de La Poste
- Briefmarken und philatelistische Dokumente von Charles Bridoux bei Phil-Ouest