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Charles Manatt

US-amerikanischer Jurist, Diplomat und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Charles Taylor „Chuck“ Manatt (* 9. Juni 1936 in Chicago, Illinois; † 22. Juli 2011 in Richmond, Virginia) war ein US-amerikanischer Jurist, Diplomat und Politiker der Demokratischen Partei, der unter anderem zwischen 1981 und 1985 Vorsitzender des Democratic National Committee (DNC) sowie von 1999 bis 2001 Botschafter in der Dominikanischen Republik war.

Charles Manatt (rechts) als Botschafter der Vereinigten Staaten in der Dominikanischen Republik mit dem damaligen Bürgermeister von Santo Domingo, Johnny Ventura (4. Juli 2000)

Leben

Charles Taylor „Chuck“ Manatt, Sohn William Price Manatt (1907–1982) und Lucille Helen Taylor Manatt (1904–1980), absolvierte nach dem Schulbesuch ein grundständiges Studium am Iowa State College, das er 1958 mit einem Bachelor of Science (B.S.) beendete. Ein darauf folgendes Studium der Rechtswissenschaften an der George Washington University schloss er 1962 mit einem Juris Doctor (J.D.) ab und leistete Militärdienst als Jurist im Quartermaster Corps und im Judge Advocate General’s Corps der US Army. Er war Mitglied der Studentenvereinigungen Phi Delta Phi sowie Delta Sigma Rho und erhielt seine anwaltliche Zulassung für Kalifornien, Washington, D.C. sowie beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Er wurde zudem Mitglied der American Bar Association (ABA) und 1965 Gründer sowie Partner der Anwaltskanzlei Manatt, Phelps & Phillips. Zu Beginn der 1970er Jahre begann er sein politisches Engagement für die Demokratische Partei und fungierte zwischen 1971 und 1973 sowie erneut von 1975 bis 1977 als Parteivorsitzender der Demokraten von Kalifornien und war ferner 1972, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008 Delegierter für Kalifornien zur Democratic National Convention, dem Parteitag der Demokratischen Partei, der im Turnus von vier Jahren stattfindet, und während dieser Versammlung den Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei nominiert sowie ein Parteiprogramm festgelegt. Er war zwischen 1976 und 1982 Mitglied des Democratic National Committee (DNC), das nationale Organisationsgremium der Demokratischen Partei, und fungierte als Nachfolger von John Coyle White[1] von 1981 bis zu seiner Ablösung durch Paul G. Kirk[2] 1985 als Vorsitzender des Democratic National Committee.[3] 1984 fungierte er als „Temporary Chair“ zeitweise als Sitzungspräsident der Democratic National Convention.

Neben seiner anwaltlichen und politischen Tätigkeit war Manatt von 1973 bis 1989 Gründer und Vorstandsvorsitzender der First Los Angeles Bank und war zudem Vorstandsmitglied von Unternehmen wie GTE (1980 bis 1993), FedEx (1989 bis 1999, 2004 bis 2011) und COMSAT (1995 bis 1999). Er engagierte sich zudem im Bankenfachverband American Bankers Association, als Präsident der California Bankers Association sowie als Vorstandsmitglied des Center for International Private Enterprise (CIPE), eine gemeinnützige, überparteiliche Organisation, die weltweit die Demokratie und die wirtschaftlichen Freiheiten stärkt.[4] 1983 wurde er Gründungsvorsitzender des National Democratic Institute for International Affairs (NDI). Er fungierte zur Präsidentschaftswahl 1992 fungierte er als Co-Vorsitzender der erfolgreichen Wahlkampagne von Bill Clinton[5] und dessen „Running MateAl Gore.[6]

Am 16. November 1999 wurde „Chuck“ Manatt zum Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter in der Dominikanischen Republik ernannt und überreichte dort am 17. Dezember 1999 als Nachfolger von Donna J. Hrinak[7] seine Akkreditierung. Er verblieb auf diesem diplomatischen Posten in Santo Domingo bis zum 1. März 2001 und wurde daraufhin von Hans Hertell[8] abgelöst.[9]

Nach seiner Rückkehr fungierte Manatt, der auch Gründer des Beratungsunternehmens ManattJones Global Strategies war, zwischen 2001 und 2010 als Vorsitzender des Kuratoriums der George Washington University und war zeitweise auch Vorsitzender der Beiräte der Public Policy School der Duke University sowie der School of Public Administration der University of Southern California und als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Iowa State University Foundation sowie der Foundation der University of California, Los Angeles (UCLA). Des Weiteren war er Vorstandsmitglied des National Legal Center for the Public Interest, der Smithsonian Institution und der Wesley Foundation. Außerdem fungierte er zeitweilig als Vorsitzender der International Foundation for Election Systems (IFES), als Vize-Vorsitzender der National Endowment for Democracy (NED), als Vorstandsmitglied der Boy Scouts of America in Washington, D.C., sowie als Mitglied der Kuratorien der Mayo Foundation und des National Symphony Orchestra (NSO). Schließlich war er Mitglied des Center for Democracy, des Council on Foreign Relations (CFR) und des Pacific Council on International Policy. Aus seiner am 29. Dezember 1957 geschlossenen Ehe mit Margaret Kathleen Klinkefus gingen die Tochter Michele sowie die beiden Söhne Timothy und Daniel Manatt hervor. Im November 2010 erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am 22. Juli 2011 verstarb. Nach seinem Tode wurde er auf dem Maple Grove Cemetery in Audubon bestattet.

Einzelnachweise

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