Chartularium Sangallense
Schweizer, aus 13 Bänden bestehende Quellenedition
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Das Chartularium Sangallense (auch St. Galler Urkundenbuch) ist eine Schweizer, aus 13 Bänden bestehende Quellenedition, die sich als «Neubearbeitung und Erweiterung eines aus dem 19. Jahrhundert stammenden Urkundenbuches»[1] versteht. Die neue Veröffentlichung tritt dabei an die Stelle des auf vier Bände angelegten Urkundenbuchs der Abtei Sanct Gallen aus dem 19. Jahrhundert.[1] Für die südlichen Teile ist das Urkundenbuch der südlichen Teile des Kantons St. Gallen hinzuzuziehen.
Geschichte und Editionsprinzipien
Das Chartularium Sangallense will alle Urkunden zu Stadt und Region St. Gallen incl. Appenzellerland für den Zeitraum zwischen 700 und 1411 zugänglich machen.[1] Die Urkunden wurden hierzu europaweit aus 50 Archiven zusammengetragen.[1] Durch die neue Veröffentlichung konnten etwa 40 Prozent neue Urkunden für die Forschung zugänglich gemacht werden, die bislang unbekannt gewesen seien.[1]
Die einzelnen Bände sind über das internationale Urkundenportal Monasterium verfügbar sowie auf der Website des Stadtarchivs St. Gallen zugänglich (ausgenommen die Bände 1 und 2, Stand Dezember 2025).[1]
Literatur
- Stefan Sonderegger: Urkunden – mehr als «nur» Rechtsquellen. Erfahrungen und Beobachtungen aus der Neubearbeitung des St. Galler Urkundenbuches (Chartularium Sangallense). In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte. 58, Nr. 1, 2008, S. 20–50.
- Ernst Ziegler: Das St. Galler Urkundenbuch «Chartularium Sangallense». In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 126, 2008, S. 27–34.