Chew Bahir

See im Süden Äthiopiens From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Chew Bahir (amharisch ጨው ባህር, č’äw bahər [t͡ʃʼəwbahɨr]; auch Stefaniesee) ist ein See in Südäthiopien. Sein Südzipfel befindet sich bereits auf kenianischem Staatsgebiet.

Schnelle Fakten
Chew Bahir
Geographische Lage Athiopien Äthiopien,
Kenia Kenia
(Ostafrika)
Zuflüsse Gelana Dulei und andere
Abfluss keine
Daten
Koordinaten  41′ 12″ N, 36° 51′ 6″ O
Chew Bahir (Äthiopien)
Chew Bahir (Äthiopien)
Höhe über Meeresspiegel 520 m
Fläche ~ 800 km²dep1
Maximale Tiefe 7,5 m
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Beschreibung

Der Chew Bahir verfügt über keinen natürlichen Abfluss; seine Fläche variiert abhängig vom Zufluss. So ist er manchmal bis auf seine tiefsten Stellen im Nordosten komplett ausgetrocknet, während er bei ausreichendem Niederschlag ein seichtes Binnengewässer mit bis zu 2000 km² darstellt.
In der Vergangenheit erreichte der See Ausdehnungen von der fünffachen Größe des Bodensees.[1]

Route der Expedition des Grf. Samuel Teleki vom Baringo-See zu den Rudolf- u. Stefanie-Seen (1888)

Ökologie

Das Wasser ist aufgrund der Verdunstung dermaßen salzhaltig, dass es für Kultivierungs- und Bewässerungszwecke nicht geeignet ist. Im Feuchtgebiet der Salztonebene gibt es vorwiegend Pflanzen, die trotz des hohen Mineralgehalts im Boden überleben können, wie zum Beispiel Riedgräser. Die Tierwelt wird von Vögeln beherrscht, vor allem von Flamingopopulationen.

Geschichte

Der See wurde 1888 von der österreichisch-ungarischen Expedition Graf Telekis und Ludwig von Höhnels „entdeckt“, die den See nach der Ehegattin von Kronprinz Rudolf, Stephanie von Belgien, benannten.[2]

Commons: Chew Bahir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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