China Labour Bulletin

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China Labour Bulletin (CLB) war eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Rechte der Arbeitnehmer in der Volksrepublik China einsetzte. Sie hatte ihren Sitz in Hongkong und wurde dort 1994 von dem Arbeiter-Aktivisten Han Dongfang gegründet. Der CLB plädierte für einen stärkeren Schutz der Rechte chinesischer Arbeitnehmer und äußerte optimistisch, dass sich die Bedingungen der Arbeitnehmer durch friedliche und rechtliche Schritte in naher Zukunft verbessern würden.

CLB unterstützte die Entwicklung demokratischer Gewerkschaften in China, die Durchsetzung des Arbeitsrechts der PRC und die uneingeschränkte Beteiligung der Arbeitnehmer an der Schaffung einer Zivilgesellschaft. Darüber hinaus versuchte CLB, die offizielle Anerkennung von internationalen Standards und Konventionen in China zu erlangen, die die Vereinigungsfreiheit der Arbeitnehmer und das Recht auf freie Tarifverhandlungen gewährleisten.

Im Jahr 2002 entwickelte und etablierte CLB ein Arbeitsrechtsverfahren, um Arbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre Beschwerden auf dem Weg des Gerichtssystems der Volksrepublik China zu beseitigen. Die Organisation bot Rechtsberatung für Arbeitnehmer und beschaffte chinesische Anwälte, ihre Fälle zu behandeln. Bis Oktober 2007 hatte sie etwa 140 Fälle angenommen, in denen es um die Nichtzahlung von Löhnen, Arbeitsunfällen und Entlassungen ging. Sie befasste sich auch mit dem Problem der Diskriminierung am Arbeitsplatz, insbesondere der Sensibilisierung und Bekämpfung der Diskriminierung der geschätzten 120 Millionen Hepatitis-B-positiven Chinesen.

Im Jahr 2005 legte das CLB ein Programm zur Förderung von Tarifverhandlungen und der Nutzung von konzernweiten, rechtlich durchsetzbaren Tarifverträgen als Mittel zur Stärkung der Arbeitnehmer, zum Schutz ihrer gesetzlichen Rechte und zur Verbesserung der Arbeitsbeziehungen, auf.

CLB veröffentlichte fünf englische und zehn chinesische Berichte über eine Reihe von Fragen, einschließlich der Arbeiterbewegung in China, der Wanderarbeiter, der Kinderarbeit und der Unfälle in Kohlebergwerken.

Im Juni 2025 stellte das CLB seine Arbeit ein.[1]

Einzelnachweise

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