Chinolin-N-oxid

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Chinolin-N-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chinolinderivate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Chinolin-N-oxid
Allgemeines
Name Chinolin-N-oxid
Andere Namen

Chinolin-1-oxid

Summenformel C9H7NO
Kurzbeschreibung

weißer bis brauner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 216-560-6
ECHA-InfoCard 100.015.055
PubChem 15366
ChemSpider 14627
Wikidata Q72505912
Eigenschaften
Molare Masse 145,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,285 g·cm−3 (Dihydrat)[2]

Schmelzpunkt

49 °C[1]

Siedepunkt

172 °C (4 mmHg)[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Jakob Meisenheimer stellte 1926 erstmals Chinolin-N-oxid durch Oxidation von Chinolin unter Verwendung von Perbenzoesäure her, wobei die Oxidation von Chinolin nach wie vor die bei weitem am häufigsten verwendete Synthesemethode ist. Daneben ist auch die Darstellung durch Reaktion einer Mischung aus Wasserstoffperoxid, tert-Butanol und Wolframsäure mit einer Ausbeute von 70 % an Chinolin-N-oxid möglich.[3][4]

Eigenschaften

Chinolin-N-oxid ist ein weißer bis brauner, kristalliner Feststoff.[1]

Das Dihydrat besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/n (Raumgruppen-Nr. 14, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/14.2. Die Struktur besteht aus Wasserstoffbrückenbindungen, an denen alle vier H-Atome beteiligt sind und die aus unendlichen Ketten bestehen, die durch zwei sich abwechselnde symmetrieunabhängige Wassermoleküle gebildet werden. Die Ketten sind durch zwei weitere symmetrieunabhängige Wasserstoffbrückenbindungen miteinander verbunden, die das N-Oxid-O-Atom als Wasserstoffbrückenakzeptor nutzen.[2] Die vollständige Dehydratisierung von Chinolin-N-oxid-Dihydrat erfolgt bei einer Temperatur von 150 °C.[5]

Verwendung

Chinolin-N-oxid kann als vielseitiger Vorläufer in organischen Umwandlungen wie Alkenylierungen, Alkylierungen, Arylierungen, Aminierungen, Synthese von Carbonsäureamiden, Halogenierungen und Ähnlichem unter metallischen oder metallfreien Bedingungen an den Positionen C-2, C-3 oder C-8 verwendet werden.[6]

Einzelnachweise

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