Chloe Cheung

Demokratische Aktivistun aus Hong Kong From Wikipedia, the free encyclopedia

Chloe Cheung (chinesisch 張晞晴; geboren am 5. Februar 2005) ist eine hongkong-chinesische Bürgerrechtlerin, die im Exil im Vereinigten Königreich lebt.[1] Im Dezember 2024 setzte die Polizei in Hongkong eine Belohnung von 1 Million Hongkong-Dollar für Hinweise aus, die zu ihrer Festnahme führen, und stellte einen Haftbefehl aus.[2] Cheung war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt und damit die jüngste der damals insgesamt 19 im Ausland gesuchten Bürgerrechtlerinnen in nationalen Sicherheitsverfahren der Hongkonger Behörden.[1]

Leben

Cheung nahm als Schülerin an den Protesten in Hongkong 2019 teil und erlebte dabei Polizeigewalt.[1] Ihre Familie nutzte später das britische Visumprogramm für Inhaber des British National (Overseas)-Status und zog in das Vereinigte Königreich, wo Cheung während der COVID-19-Pandemie ihre Schulausbildung fortsetzte.[1] Die Familie ließ sich zunächst in Leeds nieder, während Cheung später in London lebte.[1]

Wirken

Cheung nahm eine Stelle bei der Committee for Freedom in Hong Kong Foundation an, weil sie sich die Gebühren für internationale Studierende an britischen Universitäten nicht leisten konnte.[1] Die Hongkonger Behörden beschuldigten sie im Zusammenhang mit dem nationalen Sicherheitsrecht Delikten wie Sezession, Subversion und Kollaboration mit ausländischen Kräften.[2] Cheung erklärte öffentlich, sie werde auch angesichts des Haftbefehls weiter tun, was sie für richtig halte.[2] Das US-Außenministerium kritisierte die extraterritoriale Anwendung der Hongkonger Sicherheitsgesetze und bezeichnete die Kopfgelder als Form „transnationaler Repression“.[3] Der britische Außenminister David Lammy erklärte, das Vereinigte Königreich werde Versuche ausländischer Regierungen, Kritiker im Ausland zu bedrohen oder einzuschüchtern, nicht tolerieren.[4] Anfang 2025 traf Cheung im Rahmen ihrer Arbeit in Westminster Keir Starmer und Priti Patel.[1]

Einzelnachweise

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