Chlorsulfuron

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Chlorsulfuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe und Triazine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Chlorsulfuron
Allgemeines
Name Chlorsulfuron
Andere Namen
  • 2-Chlor-N-{[(4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)amino]-carbonyl}benzolsulfonamid
  • 1-(2-Chlorphenylsulfonyl)-3-(4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)-harnstoff
Summenformel C12H12ClN5O4S
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloses Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 64902-72-3
EG-Nummer 265-268-5
ECHA-InfoCard 100.059.316
PubChem 47491
ChemSpider 43209
Wikidata Q424796
Eigenschaften
Molare Masse 357,78 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

174–178 °C[2]

Dampfdruck

3 · 10−9 mbar (25 °C)[3]

pKS-Wert

3,6[3]

Löslichkeit

wenig in Wasser (587 mg·l−1 bei pH 5; 31,8 g·l−1 bei pH 7, 25 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[5]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273391501[5]
Toxikologische Daten

5550 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[5]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Chlorsulfuron wurde erstmals 1982 in den Vereinigten Staaten für den Einsatz auf Nahrungspflanzen (Weizen, Gerste und Futterpflanzen), Gräsern und Baumpflanzungen durch E. I. du Pont de Nemours and Company zugelassen und war damit der erste zugelassene Acetolactat-Synthase-Hemmer.[6] Seit 1988 wurden zusätzliche Produkte registriert, meist ebenfalls durch DuPont.[7]

Gewinnung und Darstellung

Chlorsulfuron kann aus o-Chloranilin durch mehrstufige Reaktion mit Natriumnitrit und Chlorwasserstoff und anschließende Reaktion der Zwischenprodukte mit Schwefeldioxid und Kupfer(I)-chlorid, Ammoniak, Chlorameisensäureethylester und anschließender Reaktion mit 2-Amino-4-methoxy-6-methyl-triazin gewonnen werden.[8]

Verwendung

Chlorsulfuron wird als Herbizid verwendet. Es ist ein Sulfonylharnstoff-Herbizid zur selektiven Vor- und Nachlaufbekämpfung von Unkräutern und Gräsern in Getreide.[3]

Zulassungsstatus

In einigen Staaten der EU besteht für Chlorsulfuron eine Zulassung als Pflanzenschutzmittel, nicht jedoch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.[9]

Einzelnachweise

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