Chris Makin
englischer Fußballspieler
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Christopher Gregory „Chris“ Makin (* 8. Mai 1973 in Manchester) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler. Als rechter Außenverteidiger war er vor allem bekannt für seine Zeit zwischen 1997 und 2004 beim AFC Sunderland und Ipswich Town bekannt. Mit der englischen U-21-Auswahl gewann er im Jahr 1994 das Turnier von Toulon.
| Chris Makin | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Christopher Gregory Makin | |
| Geburtstag | 8. Mai 1973 | |
| Geburtsort | Manchester, England | |
| Größe | 180 cm | |
| Position | Außenverteidiger (rechts) | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| Manchester United | ||
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1991–1996 | Oldham Athletic | 94 (4) |
| 1982–1993 | → Wigan Athletic (Leihe) | 15 (2) |
| 1996–1997 | Olympique Marseille | 29 (0) |
| 1997–2001 | AFC Sunderland | 120 (1) |
| 2001–2004 | Ipswich Town | 78 (0) |
| 2004–2005 | Leicester City | 21 (0) |
| 2005 | → Derby County (Leihe) | 13 (0) |
| 2005–2006 | FC Reading | 12 (0) |
| 2006–2008 | FC Southampton | 27 (0) |
| 2010 | Radcliffe Borough | 8 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1994 | England U-21 | 5 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Sportlicher Werdegang
Über Oldham nach Marseille
Makins Fußballerkarriere begann nach dem Schulabschluss bei Oldham Athletic. Der Verein war kurz zuvor in die höchste englische Spielklasse aufgestiegen. Auf sein Debüt in der ersten Mannschaft musste er jedoch noch gut zwei Jahre warten; stattdessen wurde er für die Saison 1992/93 an den Drittligisten Wigan Athletic ausgeliehen. Dort konnte er mit 15 Einsätzen in der Saison 1992/93 für die „Latics“ durchaus überzeugen und nach dem Abstieg versuchte der Verein den jungen rechten Außenverteidiger dauerhaft zu verpflichten als Teil der „Mission Wiederaufstieg“. Oldham lehnte die Offerte ab. Zurück bei dem „Stammverein“ war er dann in der Saison 1993/94 vielmehr eine der neuen Stützen der Erstligamannschaft. Er debütierte am 23. August 1993 beim 0:0 daheim gegen den FC Arsenal und neben insgesamt 27 Premier-League-Einsätzen zog er mit Oldham im FA Cup bis ins Halbfinale vor. Dazu absolvierte er fünf Partien für die englische U-21-Auswahl und gewann mit dieser 1994 das Turnier von Toulon.[1] Kehrseite der Medaille war der Abstieg 1994 aus der Premier League, in dessen Folge Makin noch zwei Jahre in der Zweitklassigkeit verbrachte und dabei 67 Ligaeinsätze absolvierte.
Nach Vertragsende entschloss er sich im Sommer 1996 auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber für ein Abenteuer und heuerte in Frankreich bei Olympique Marseille an. Der renommierte Klub war gerade aus der zweitklassigen Division 2 in die höchste französische Spielklasse zurückgekehrt und in der Saison 1996/97 absolvierte Makin 29 von 42 Erstligapartien. Obwohl er sein neues Leben im französischen Fußball genossen hatte, dauerte sein Aufenthalt dort nur ein Jahr. „OM“ akzeptierte im August 1997 ein Transferangebot des englischen Zweitligisten AFC Sunderland für ihn in Höhe von 500.000 Pfund und so kehrte Makin nach England zurück.
AFC Sunderland & Ipswich Town
Dort trat er die Nachfolge des populären Dariusz Kubicki an und Makin überzeugte als antrittschneller, beidfüßiger Rechtsverteidiger mit guter Spieleröffnung und Zweikampfstärke. Er sollte Teil einer erfolgreichen Zeit des Vereins unter Trainer Peter Reid sein und er steuerte 38 von 46 Ligaeinsätze auf dem Weg zum Gewinn der Zweitligameisterschaft 1999 mit 105 Punkten bei. Die „Black Cats“ konnten sich anschließend in der Premier League behaupten. Als „Running Gag“ entwickelte sich, dass er mehrere Jahre auf sein erstes Tor für Sunderland warten musste, bevor ihm am 14. Mai 2000 gegen Tottenham Hotspur (1:3) der ersehnte Treffer gelang. Noch vor Ablauf der Saison 2000/01 wechselte er im März 2001 zum Erstligakonkurrenten Ipswich Town.[2][3]
Die Ablösesumme betrug 1,25 Millionen Pfund und in der Folge erreichte er mit Ipswich überraschend als Aufsteiger den fünften Platz. Dadurch spielte Makin erstmals im UEFA-Pokal und bestritt beide Partien in der dritten Runde gegen Inter Mailand, woran die Mannschaft jedoch scheiterte. Weiteres Ungemach ereilte die „Tractor Boys“ mit dem Abstieg 2002, wobei als kleines Trostpflaster die erneute Qualifikation für den UEFA Cup über die Fairplay-Wertung diente. Dort war aber unspektakulär bereits in der zweiten Runde Endstation und Makin war in beiden Spielen gegen Slovan Liberec, die im Elfmeterschießen entschieden wurden, im Team vertreten. In den beiden Zweitligajahren bis 2004 sollte die Rückkehr in die Premier League nicht gelingen, wobei Makin den Großteil der Saison 2003/04 aufgrund von Leistenproblemen und einer Operation kurz vor Weihnachten verpasste.[4][5]
Karriereausklang
Ablösefrei zog er dann im August 2004 weiter zum Ligakonkurrenten Leicester City. Die Verletzungsprobleme verfolgten ihn jedoch weiter und noch vor Ablauf der Spielzeit 2004/05 wurde er ab Februar 2005 innerhalb der zweiten Liga an Derby County ausgeliehen. Im August 2005 heuerte er ablösefrei bei einem weiteren Zweitligisten an, als ihn der FC Reading nach erfolgreicher Absolvierung medizinischer Tests mit einem Einjahresvertrag ausstattete.[6] Nach 19 Pflichtspielen für Reading zog er im August 2006 weiter zum FC Southampton. Dort bestritt er 32 weitere Einsätze bis September 2007, bevor er auf ärztliches Anraten hin die Profikarriere im April 2008 beendete.[7] Im Jahr 2010 gab er ein kurzes Comeback im semiprofessionellen Fußball für Radcliffe Borough.[8][9]
Nach der aktiven Karriere
Nach dem Ende seiner Laufbahn arbeitete Makin im Immobilienbereich und trat als Experte bei dem katarischen TV-Sender Al-Kass TV auf.[10]
Titel/Auszeichnungen
- Turnier von Toulon (1): 1994
Weblinks
- Chris Makin in der Datenbank von soccerbase.com (englisch)
- Chris Makin in der Datenbank von weltfussball.de