Christel Blume-Benzler
deutsche Malerin und Lithografin
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Leben und Werk

Christel Blume-Benzler studierte von 1947 bis 1952 bei Walter Arnold, Max Schwimmer und Kurt Masslow an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von 1953 bis 1955 hatte sie dort eine Aspirantur und von 1974 bis 1985 übte sie eine Lehrtätigkeit an der Abendakademie der Schule aus. Danach machte sie sich in Leipzig als Malerin und Grafikerin selbstständig.
Christel Blume-Benzler hatte eine bedeutende Anzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Von 1958 bis 1978 war sie auf allen fünf Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden vertreten.
Sie war von 1952 bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wirkte 1991 maßgebend an der Gründung der GEDOK-Gruppe Leipzig/Sachsen e.V. mit, deren Vorsitz sie bis 1994 innehatte.
Künstlerisch betätigte sie sich vor allem als Grafikerin.
Christel Blume-Benzler war verheiratet mit dem Maler und Grafiker Harry Blume. Beide wurden auf dem Evangelischen Friedhof Leipzig-Connewitz beigesetzt.
Ehrungen (Auswahl)
- 1964, 1967 und 1980: Medaille für ausgezeichnete Leistungen
- 1976: Verdienstmedaille der DDR
- 1985: Orden Banner der Arbeit
- 2009: Isolde-Hamm-Preis der GEDOK Mitteldeutschland (für „außerordentliche künstlerische Leistungen und engagiertes Wirken für das Netzwerk der Künstlerinnen in der GEDOK Gruppe Leipzig“)
Rezeption
„Ihre figürlichen Darstellungen und abstrakte Kompositionen stehen in einem spannungsvollen Dialog, der geprägt ist von einer intensiven Dynamik des Linien- und Farbenspiels.“[2]
Werke in Museen und öffentlichen Sammlungen
- Altenburg/Thür.: Lindenau-Museum
- Beeskow: Kunstarchiv Beeskow
- Dresden: Sächsischer Kunstfonds
- Leipzig: Museum der bildenden Künste
- Leipzig: Stadtgeschichtliches Museum
- Torgau: Stadt- und Kulturgeschichtliches Museum[3]
Werkbeispiele
Tafelbilder
- Ballspielendes Mädchen (1967, Tempera, 91,5 × 61 cm; Museum der bildenden Künste Leipzig)
- Landweg (1975, Tempera, 24,5 × 30 cm; Museum der bildenden Künste Leipzig)
Druckgrafik
- Im Westen nichts neues (1952, Folge von Kaltnadelradierungen)[4]
- Möwen (1977, Lithografie; auf der VIII. Deutschen Kunstausstellung)[5]
- Kind mit Katze (1966, Kaltnadelradierung; auf der VI. Deutschen Kunstausstellung)[6]
- Ein Badetag (1981, Radierung)
Einzelausstellungen (unvollständig)
- 1975 Leipzig, Galerie Kunst der Zeit
- 1985 Leipzig, Galerie Wort und Werk
- 2011 Markkleeberg, Westphalsches Haus („Warum in die Ferne schweifen?“)
Literatur
- Blume-Benzler, Christel. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 11, Saur, München u. a. 1995, ISBN 3-598-22751-5, S. 638.
- Blume-Benzler, Christel. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 85.