Christian Carl Theodor Ludwig Sethe
deutscher Jurist und Staatsbeamter (1798–1857)
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Leben
Christian Sethe, Sohn von Christoph Wilhelm Heinrich Sethe (1767–1855) und seiner Ehefrau Henriette Philippine Helene geb. Sack (1772–1830), studierte Jura in Göttingen[1] und Heidelberg[2]. Er wurde Staatsbeamter, zuletzt Geheimer Finanzrat und Provinzial-Steuer-Direktor in Stettin.[3]
Sethe war seit der gemeinsamen Schulzeit am Düsseldorfer Lyzeum eng mit Heinrich Heine befreundet. Später waren sie Kommilitonen an der Universität Bonn. Heine schrieb ihm 1819 die „Fresco-Sonette an Christian S.“. 1844 übersandte ihm Heine seine Verserzählung Deutschland: Ein Wintermärchen.
Sethe verehelichte sich 1825 mit Wilhelmine Bölling (1800–1875), Tochter des Land- und Stadtrichters Moritz Bölling in Bochum. Zu ihren Kindern gehörten:
- Hermine Sethe (1829–1866), war mit Karl Haeckel verheiratet, dem ersten Sohn von Christians Schwester Charlotte, verehelichte Haeckel. Ihr Sohn:
- Heinrich Haeckel (1859–1921) wurde Mediziner.
- Heinrich Christoph Moritz Hermann Sethe (1830–1890), wurde Stadtrichter und Amtsgerichtsrat in Berlin, verheiratet mit Auguste Gertrud Adelheid geb. Sethe. Ihr Sohn:
- Kurt Heinrich Sethe (1869–1934), wurde Ägyptologe in Göttingen und Berlin.
- Anna Sethe (1835–1864) war mit dem Zoologen Ernst Haeckel (1834–1919) in Jena verheiratet, dem jüngeren Bruder von Karl Haeckel.
Literatur
- Hermann Hüffer: Aus dem Leben Heinrich Heineʼs. Berlin 1878. Digitalisat.
- Hermann Hüffer: Sethe, Christoph und Christian. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 34, Duncker & Humblot, Leipzig 1892, S. 45–48.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 4. Jg. 1910. Gotha o. J., S. 744f.