Christian David Ade
deutscher evangelischer Geistlicher
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Christian David Ade (* 23. Februar 1732 in Neipperg; † 2. oder 3. Januar 1800 in Zwerenberg) war ein deutscher evangelischer Geistlicher.
Leben
Familie
Christian David Ade war der Sohn des evangelischen Pfarrers Johann Ludwig Ade (* 30. Juli 1690 in Großbottwar; † 19. Januar 1773 in Hohenhaslach)[1] und dessen erster Ehefrau Maria Regine (* 18. März 1698 in Leidringen; † 27. Februar 1736 in Neipperg), der Tochter von Georg Christoph Heller (* 1664 in Balingen; † 26. Oktober 1740 in Leidringen)[2]. Aus der ersten Ehe seines Vaters hatte er noch drei Geschwister; die zweite Ehe seines Vaters blieb kinderlos.
Er war verheiratet mit Augustine Charlotte (* 2. Juni 1738 in Bietigheim; † 9. April 1799), der Tochter von Georg Michael Fischer, Stadt- und Amtsschreiber in Bietigheim; gemeinsam hatten sie zwölf Kinder, von denen acht bereits früh verstarben.[3]
Ausbildung und Laufbahn
Ade absolvierte seine Ausbildung an württembergischen Klosterschulen. Nach seiner Immatrikulation an der Universität Tübingen am 27. Oktober 1752 erhielt Ade bereits 1752 ein Stipendium; am Evangelischen Tübinger Stift, erwarb er seinen Magistergrad der Philosophie.[4]
Nach Abschluss seiner Studien wirkte Ade zunächst ab 1759 als Pfarrer in Gölshausen. Im weiteren Verlauf seines Werdegangs nahm er 1769 die Pfarrstelle in Zwerenberg an, wo er bis zu seinem Tode tätig war.
Publikationen
Ades bedeutendste Veröffentlichung war eine sechsbändige Lebens- und Regierungsgeschichte des damals regierenden Papstes Pius VI., die zwischen 1781 und 1796 erschien. Dieses Werk dokumentierte die kirchenpolitischen Entwicklungen und die Papstgeschichte während einer Epoche, in der die Katholische Kirche zunehmenden Säkularisierungsprozessen ausgesetzt war.
Schriften (Auswahl)
- Lebens- und Regierungsgeschichte des jetzo glorreich regierenden Papstes Pius VI.
- 1. Teil. Cesena, 1781 (Digitalisat);
- 2. Teil. Cesena, 1782 (Digitalisat);
- 3. Teil. Cesena, 1784 (Digitalisat);
- 4. Teil. Cesena, 1787 (Digitalisat);
- 5. Teil. Cesena, 1791 (Digitalisat);
- 6. Teil. Cesena, 1796 (Digitalisat).
Literatur
- Christian David Adam. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 1. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Herausgegeben von Rudolf Vierhaus. München 2005. ISBN 978-3-598-25030-9. S. 42 (Google Books).