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Christian Haller (Schriftsteller)

Schweizer Dramaturg und Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Christian Haller (* 28. Februar 1943 in Brugg, Kanton Aargau) ist ein Schweizer Dramaturg und Schriftsteller.

Christian Haller (2023)

Leben und Werk

Haller studierte Zoologie an der Universität Basel. Er war acht Jahre als Bereichsleiter der „Sozialen Studien“ am Gottlieb Duttweiler Institut tätig und vier Jahre als Dramaturg am Theater Claque in Baden. Von 1994 bis 2000 war er Mitglied der Theaterkommission der Stadt Zürich.

Er schrieb seit den 1980er Jahren zahlreiche Erzählungen, Romane sowie Bühnenstücke. Einige seiner Werke wurden ins Französische, Russische und Rumänische übersetzt. Er ist vor allem bekannt für seine autofiktionale Prosa. Mit seiner autobiographischen Trilogie Die verborgenen Ufer, Das unaufhaltsame Fliessen und Flussabwärts gegen den Strom steht er in der Tradition des Entwicklungsromans von Karl Philipp Moritz und James Joyce.[1]

Mit seiner Novelle Sich lichtende Nebel gewann er 2023 den Schweizer Buchpreis. Sie verbindet fiktionales Erzählen mit Konzepten der Quantenphysik. Seine zwei Protagonisten, ein Historiker und ein Physiker, denken über grundsätzliche Fragen der Physik kleiner Dimensionen nach. Haller entwickelt dabei einprägsame Metaphern, die einen Zugang zur Quantenmechanik schaffen, deren Formalismus sonst abschreckt. Durch Hallers Bilder werden abstrakte Begriffe mit Inhalten gefüllt. Der Schritt zum Verständnis der Grundgleichungen dieses wichtigen Teils der Physik (Quantenphysik) wird damit verkürzt.

Er war Kolumnist der Aargauer Zeitung und lebt als freier Autor in Laufenburg.

Auszeichnungen (Auswahl)

Werke

Bücher

Theaterstücke

  • Götterspiele. UA: Theater im Spittel, Bremgarten 1987
  • Leben. Als Theatermanuskript veröffentlicht: Kiepenheuer, Berlin 1991

Literatur

Einzelnachweise

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