Christian Meyer-Plath

deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Christian Meyer-Plath (* 16. Juni 1934 in Danzig) ist ein Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Meyer-Plath trat am 16. April 1958 beim III. Bataillon des Panzerartillerieregiments 3 in Hamburg in die Bundeswehr ein. Von April bis September 1959 besuchte er die Heeresoffizierschule I in Hannover, wurde 1959 zum Leutnant befördert und war von Oktober 1959 bis März 1960 an der Artillerieschule in Idar-Oberstein. Anschließend war er Batterieoffizier im Feldartilleriebataillon 15 in Hildesheim, bevor er im Dezember 1960 Offizier für Militärisches Nachrichtenwesen und Personalwesen (S 2/S 1) im Feldartilleriebataillon 11 in Hannover wurde. Danach war er ab April 1963 Kompaniechef der Ausbildungskompanie 3/1 in Hannover.[1]

Von 1965 bis 1968 absolvierte Meyer-Plath den 8. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und die Ecole Supérieure de Guerre in Paris, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[2] Anschließend war er ab Juni 1968 Generalstabsoffizier für Personalwesen (G 1) der 1. Luftlandedivision in Bruchsal und von November 1970 bis März 1973 Verbindungsstabsoffizier an der Ecole Supérieure de Guerre in Paris. Danach wurde er im April 1973 Bataillonskommandeur des Feldartilleriebataillons 41 in Regensburg und im April 1975 Referent im Führungsstab der Streitkräfte III 5 (Rüstungskontrolle) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Es folgte im Oktober 1977 im Dienstgrad Oberst eine Verwendung als Verteidigungsattaché für den Iran mit Nebenakkreditierung für Afghanistan an der Deutschen Botschaft Teheran[3.1] während der Zeit der Islamischen Revolution im Iran und des Beginn des Krieges in Afghanistan (1979–1989). Im Oktober 1980 wurde er stellvertretender Abteilungsleiter Operationen im Hauptquartier Allied Forces Central Europe der NATO in Brunssum in den Niederlanden, im Oktober 1983 Referatsleiter III 1 im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und im April 1987 stellvertretender Stabsabteilungsleiter I (Innere Führung, Personal, Ausbildung) des Führungsstabes der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[3.2]

Von April 1989 bis September 1993 war Meyer-Plath Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 30 in Ellwangen.[3.3] Währenddessen nahm er 1991 am Seminar für Sicherheitspolitik als Vorläufer der Bundesakademie für Sicherheitspolitik teil. Mit Ablauf des September 1993 wurde er in den Ruhestand versetzt.[4]

Meyer-Plath wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zudem ist er Träger des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold, des Ordre national du Mérite (Officer) sowie des Ehrenritterkreuzes des Johanniterordens.[1]

Meyer-Plath ist verheiratet, evangelisch und hat zwei Söhne.[5]

Siehe auch

Schriften

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 3, Laegeler – Quiel. Biblio-Verlag, Bissendorf 2005, ISBN 978-3-7648-2382-5, S. 267–268.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1992/1993. 9. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 1992, ISBN 3-7637-5887-9, S. 89.

Einzelnachweise

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