Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg
königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Generalleutnant
From Wikipedia, the free encyclopedia
Herkunft
Christian Wilhelm war Sohn des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676–1732) aus dessen Ehe mit Magdalena Augusta (1679–1740), Tochter des Fürsten Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst.
Leben
Wie seine Brüder erhielt Christian Wilhelm eine gute Ausbildung. Er begleitete seinen Bruder Johann August 1725 nach Genf, wo sie ihre Studien fortsetzten. Nach einigen Monaten reisten sie nach Italien, zunächst an den königlichen Hof nach Turin, dann an die fürstlichen Höfe von Modena und Parma und weiter in Neapel und Rom, wo sie Ostern 1726 verlebten. Anschließend gingen sie nach Florenz, Lucca und Mailand, wo sich die Brüder trennten. Johann August übernahm ein in kaiserlichen Diensten stehendes gothaisches Dragoner-Regiment.[1] Christian Wilhelm reiste über Turin, Lyon und Straßburg nach Lunéville, wo er den exilierten König Stanislaus besuchte. Im Juni 1727 reiste er von dort zurück nach Gotha. 1729 besuchte er noch seinen Bruder Moritz, der sich am Hof in Braunschweig befand.
1730 entschloss er sich dann, in königlich-polnische und kurfürstlich-sächsische Dienste zu gehen. König August II. ernannte ihn zum Oberst der Kavallerie und gab ihm eine Einheit der Grenadiers à cheval, diese wurde 1732 in eine Kürassier-Regiment gewandelt.[2] Nachdem er 1741 zum Generalmajor befördert worden war, musste er infolgedessen sein Regiment an den Oberst Gerstorf abgeben. 1743 heiratete Christian Wilhelm die Erbtochter Gräfin Reuß zu Schleiz und verließ den Militärdienst, nachdem er zuvor noch zum Generalleutnant befördert wurde. Das Paar zog anschließend nach Roda, wo er 1748 starb.
Familie
Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha heiratete am 28. Mai 1743 Louise Reuß zu Schleiz (1726–1773).[3] Die Ehe blieb kinderlos. Die Witwe heiratete am 6. Januar 1752 dessen Bruder Johann August (1704–1767).
Vorfahren
| Ahnentafel Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ururgroßeltern | Herzog Johann von Sachsen-Weimar (1570–1605) ⚭ 1593 Dorothea Maria von Anhalt (1574–1617) |
Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597–1639) ⚭ 1618 Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1593–1650) (1593–1650) |
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585–1656) ⚭ 1607 Magdalena Sibylle von Preußen (1586–1659) |
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg (1588–1658) ⚭ 1622 Anna Maria von Ostfriesland (1601–1634) |
Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576–1621) ⚭ 1612 Magdalene von Oldenburg (1585–1657) |
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597–1659) ⚭ 1630 Maria Elisabeth von Sachsen (1610–1684) |
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585–1656) ⚭ 1607 Magdalena Sibylle von Preußen (1586–1659) |
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg (1588–1658) ⚭ 1622 Anna Maria von Ostfriesland (1601–1634) |
| Urgroßeltern | Herzog Ernst I. der Fromme von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601–1675) ⚭ 1636 Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg (1619–1680) |
August von Sachsen-Weißenfels (1614–1680) ⚭ 1647 Anna Maria zu Mecklenburg (1627–1669) |
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621–1667) ⚭ 1649 Sophie Auguste von Schleswig-Holstein-Gottorf (1630–1680) , |
August von Sachsen-Weißenfels (1614–1680) ⚭ 1647 Anna Maria zu Mecklenburg (1627–1669) | ||||
| Großeltern | Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646–1691) ⚭ 1669 Magdalena Sibylla von Sachsen-Weißenfels (1648–1681) |
Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (1652–1718) ⚭ 1676 Sophia von Sachsen-Weißenfels (1654–1724) | ||||||
| Eltern | Herzog Friedrich II von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676–1732) ⚭ 1696 Magdalena Augusta von Anhalt-Zerbst (1679–1740) | |||||||
| Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg (1706–1748) | ||||||||
Seit der Generation der Großeltern beginnt durch interfamiläre Verbindungen ein Ahnenschwund über die Linie Sachsen-Weißenfels.
