Christiane Fichtner

deutsche Künstlerin und Modistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Christiane Fichtner (* 1974 in Tübingen) ist eine deutsche Künstlerin und Modistin.[1] Zu ihren bekanntesten Werkgruppen gehören das „Heftarchiv/Loose Leaf Archive“[2], sowie das kollaborative „Projekt Biografie“[3].

Leben

Christiane Fichtner absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Modistin in Heidenheim und legte nach weiteren Gesellenjahren die Meisterprüfung bei der Modisten-Innung in Stuttgart ab. Anschließend studierte sie Modedesign an der Hochschule für Künste Bremen bei Istvan Ekrich. Anschließend begann sie ein Studium der Freien Kunst, das sie ebenfalls an der Hochschule für Künste Bremen abschloss. Fichtner war ein Jahr lang Meisterschülerin bei Rolf Thiele. Sie erlangte zwei Masterabschlüsse (Master of Fine Arts), einen in Modedesign und einen in Freier Kunst[4]. Fichtner ist Mitglied des Bremer Künstlerinnenverbandes GEDOK[5] und des BBK Bremen[6].

Seit 2005 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig und hat an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen. Fichtner erhielt mehrere Stipendien und ist Lehrbeauftragte, unter anderem an der Hochschule für Künste Bremen, der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Universität Paderborn. Parallel zu ihrem Studium und ihrer künstlerischen Laufbahn arbeitete sie über zehn Jahre am Theater Bremen, wo sie als Hutmacherin, Kostümassistentin, Bühnenmalerin und Garderobiere tätig war. Hervorzuheben ist ihre Mitarbeit an der Produktion „Die letzten Tage der Menschheit“ (1999–2005) im U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Farge, unter der Regie von Johann Kresnik. Seit 2010 arbeitet sie als Modistin für das Bayreuther Festspielhaus und verantwortet dort die Kopfbedeckungen für die jährlich neuen Inszenierungen, in Zusammenarbeit mit Kostümbildnern wie Andy Besuch, Meentje Nielsen, Klaus Bruns, Neo Rauch & Rosa Loy, Rainer Sellmaier und Sibylle Wallum.

Einen Großteil des Jahres verbringt Christiane Fichtner auf Reisen. Sie ist verheiratet und hat ihre Basis auf einem Bauernhof nahe Mannheim. Fichtner ist die Tochter des Arztes und Medizinhistorikers Gerhard Fichtner.

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2024 Hamburg Villa Magdalena K
  • 2023 Bremen Galerie Herold
  • 2019–2020 Bremen, ZGF, Frauenmuseum
  • 2019 Bremen Atelierhaus Roter Hahn
  • 2016 Salzburg/A, Stadtgalerie Lehen
  • 2015 Riga/LV German Embassy Biography Project

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2024, Bern/CH, Bacio
  • 2024 Ludwigshafen Rudolf-Scharpf-Galerie[7]
  • 2024 Bayreuth Neues Rathaus, Ausstellungshalle, mit Maximillian Bauer[8]
  • 2022 Perth/WA, Collective Then, now and then
  • 2022 Perth/WA Perth Centre For Photography, Clip Award 2022 Now, here
  • 2021 Fremantle/WA Gallery East
  • 2020 Bremen Künstlerhaus Güterbahnhof
  • 2018 Worpswede Projektraum “Eichenhof”
  • 2018 Geraldton/WA
  • 2017 Ottersberg Kunstpreis Ottersberg

Auszeichnungen/Stipendien (Auswahl)

  • 2021 Bremen, Stipendienförderung
  • 2020 Bremen, Senator für Kultur, Katalogförderung
  • 2018 Geraldton/WA, Arbeitsstipendium
  • 2015 Salzburg/A, Stadtatelier der Stadt Salzburg, Arbeitsstipendium[9]
  • 2013 Greenough/WA, City of Greater Geraldton, Arbeitsstipendium
  • 2013 Berlin, Senator für Kultur Bremen, Arbeitsstipendium
  • 2011–2012 Stuttgart, Baden-Württemberg Stiftung, Reise- und Projektstipendium
  • 2010 Riga/LV, Kulturaustausch Hansestadt Bremen, Arbeitsstipendium
  • 2009 Ahrenshoop, Arbeitsstipendium
  • 2009 Stuttgart, Projektförderung

Publikationen

  • 2021 Heftarchiv/Loose Leaf Archive
  • 2010 Projekt Biografie
  • 2004 Notizen einer langsamen Bewegung[10]

Einzelnachweise

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