Christina Tournatzẽs
griechisch-deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin
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Christina Tournatzẽs (* 1992 in München) ist eine griechisch-deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin.[1][2] Ihr Film Cargo – Der Transport (2019) lief auf mehr als 50 Festivals und wurde wiederholt ausgezeichnet.[1] Ihr Spielfilm Karla feierte 2025 auf dem Filmfest München Premiere.[3]
Leben
Tournatzẽs wurde 1992 in München geboren.[1] Sie absolvierte an der Macromedia Akademie für Medien und Design in München ein Regiestudium und schloss ihr Studium 2019 ab.[1] Ihr Abschlussfilm Cargo – Der Transport (2019) thematisiert den Tod von 71 Geflüchteten, die 2015 in einem luftdicht verschlossenen Lkw auf der Balkanroute erstickt sind.[4] Der Film lief weltweit auf mehr als 50 Festivals und wurde wiederholt ausgezeichnet.[1]
Wirken
In Karla erzählt Tournatzẽs die Geschichte der zwölfjährigen Karla, die 1962 ihren Vater wegen sexuellen Missbrauchs anzeigt; der Film beruht auf einem wahren Gerichtsfall.[1] Die Regisseurin wählte eine kammerspielartige Erzählweise und verzichtete auf explizite Darstellungen sexualisierter Gewalt zugunsten einer aus Karlas Blickwinkel erzählten, sensiblen Bildsprache.[1] Viele Sätze im Film stammen aus Originalprotokollen der Gerichtsverhandlungen; aus zwei realen Verfahren wurde eine zusammenhängende Dramaturgie entwickelt.[1] Die Hauptrolle spielt Elise Krieps; als Richter Lamy ist Rainer Bock zu sehen.[1] Premiere hatte Karla im Programm Neues Deutsches Kino des Filmfests München 2025.[3] Dort erhielt Tournatzẽs den Förderpreis Neues Deutsches Kino für die beste Regie; das Drehbuch von Yvonne Görlach wurde ebenfalls ausgezeichnet.[5] Der deutsche Kinostart erfolgte am 2. Oktober 2025 durch eksystent Filmverleih.[6]