Christine Buhl Andersen

dänische Kunsthistorikerin und Museumsdirektorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Christine Buhl Andersen (* 27. April 1967) ist eine dänische Kunsthistorikerin und Museumsdirektorin. Sie leitet seit 2025 den Museumsverbund Frederiksbergmuseerne.[1][2][3]

Leben und Werk

Buhl Andersen ist die Tochter der Architektin Charlotte Buhl und des Bauingenieurs S. Palle Andersen. Sie wuchs in Holckenhus, direkt gegenüber der Glyptotek auf und zog im Alter von sieben Jahren mit ihrer Familie nach Hellerup. Nach dem Besuch des Aurehøj Gymnasium in Gentofte legte sie die Aufnahmeprüfung für die Dänische Journalistenschule ab, studierte aber kurzzeitig Biochemie. Von 1989 bis 1995 studierte sie Dänische Sprache und Kunstgeschichte und erhielt einen Master of Arts in Dänischer Kunstgeschichte an der Universität Roskilde und einen Master of Arts in Kunstgeschichte an der Universität Kopenhagen.[4]

Anschließend arbeitete sie bis 1996 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kunstgeschichte und persönliche Assistentin von Knud W. Jensen am Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk und als Ausstellungskuratorin an der Kunsthalle Gammel Strand. Es folgten Positionen als Museumsdirektorin bei der Kunstforeningen (Kopenhagener Kunstgesellschaft) an der Gammel Strand in Kopenhagen und am Sorø Kunstmuseum. Von 2005 bis 2007 studierte sie an der School of Business der Universität Aarhus, wo sie einen Master in Museologie und Management erwarb, und absolvierte 2014 eine Weiterbildung im Bereich Museumsleitung am Getty Leadership Institute in Kalifornien.[5][6]

Ny Carlsberg Glyptotek

Von 2005 bis zu ihrer Ernennung bei KØS war sie als internationale wissenschaftliche Beraterin für den Dänischen Kunstrat tätig. Sie war von 2007 bis 2017 Direktorin des KØS-Museums für Kunst im öffentlichen Raum und von 2017 bis 2020 Direktorin der Ny Carlsberg Glyptotek, wo sie eine umfassende Erneuerung der Ausstellungen und der Forschungsaktivitäten des Museums durchführte.[7]

Parallel zu diesen Ernennungen übernahm sie verschiedene Beratungstätigkeiten und war außerdem in einer Reihe von Führungspositionen und Vertrauensstellungen tätig, wie beispielsweise von 2007 bis 2011 als Vorsitzende des Komitees für Internationale Bildende Kunst bei dem Statens Kunstfond sowie von 2011 bis 2015 als Vorsitzende der Organisation Dänischer Museen. Von 2015 bis 2017 und erneut von 2020 bis 2025 war sie Mitglied des Vorstands der Neuen Carlsberg Stiftung.[8]

Seit 2025 leitet sie die Frederiksberg Museen. Diese Museumsorganisation besteht aus vier Museen und Ausstellungsorten: Bakkehus Museum, Storm Museum, Cisternerne und Møstings Hus.[9]

Sie war Moderatorin der DR-Sendung Kunstquiz, in der sie von 2012 bis 2015 auch als Expertin auftrat.[10][11]

Einzelnachweise

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