Christmaplax mirabilis
Art der Gattung Christmaplax
From Wikipedia, the free encyclopedia
Christmaplax mirabilis ist eine Art der Krabben und einziger Vertreter der Gattung Christmaplax.[1] Namensgebend war der Fundort in der Thundercliff-Höhle auf der Weihnachtsinsel (Christmas Island), ca. 150 m vom meerseitigen Eingang entfernt, in einer Spalte in ein bis zwei Metern Wassertiefe, teilweise mit Süßwassereinfluss.[2]
| Christmaplax mirabilis | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Bauchseite eines Weibchens von Christmaplax mirabilis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Christmaplax | ||||||||||||
| Naruse & Ng, 2014 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Christmaplax mirabilis | ||||||||||||
| Naruse & Ng, 2014 |
Merkmale
Der männliche Holotyp ist 7,9 × 11 mm groß, der weibliche 8,3 × 11,3 mm. Der Carapax ist queroval, abgeflacht und die Regionen sind schlecht abgegrenzt. Die Leiste auf dem kurzen Endostom ist kräftig. Der Oberaugenrand ist gekörnt und von der leicht vorstehenden Stirn durch einen kleinen Einschnitt getrennt. Die Augenhöhle ist klein und seitlich unbewaffnet. Die Augen sind reduziert, unbeweglich und von oben nicht sichtbar. Der vordere Seitenrand trägt bei Weibchen zwei kräftige Zähne, bei Männchen ist der erste schwach. Der hintere Seitenrand ist fast gerade und konvergiert nur am Ende. Die Oberflächen sind mit feinen Körnchen besetzt. Die Antennulen sind gut entwickelt, ihr zweites und drittes Segment sehr lang und nicht in die Antennulengrube zurückziehbar. Das Basalglied der Antennen ist quadratisch, kaum beweglich, die folgenden Glieder sind länglich, die Antennengeißel ist sehr lang und reicht hinter den zweiten Zahn, wenn die Antennen seitlich entlang des vorderen Seitenrands gefaltet sind.[2]
Die ersten beiden thorakalen Sterniten sind bei Männchen zu einem rechtwinkligen Dreieck verschmolzen. Der dritte Sternit ist vom zweiten durch eine kräftige Querleiste getrennt, die Sterniten 3 und 4 durch seitliche Nähte, die nach innen durch eine seichte Rinne unterbrochen sind. Der vierte Sternit ist lang, seine Breite zwischen den Scherenbeinen beträgt das 3,5-fache des Abstands zwischen der Spitze des eingeklappten Telsons und dem Zentrum zwischen den Sterniten 3 und 4. Der Arretiermechanismus des Pleons der Männchen zeigt sich als rundlicher Höcker im Mittelteil des fünften Sterniten.[2]
Der Penis überragt die Geschlechtsöffnung (Gonopore) nach vorn bis zum körpernahen Abschnitt des Condylus des letzten Schreitbeins (P5). Der Merus des Scherenbeins (Chelipede) ist gelappt und bedornt, der Carpus am Innenrand mit einem kräftigen scharfen, lamellenartigen Zahn bewaffnet. Das Pleon der Männchen ist relativ breit, alle Somiten und das Telson sind frei beweglich. Das erste Gonopodium ist schlank, gewunden, die Oberfläche ohne Dornen oder spitze Körnchen. Das zweite Gonopodium ist nur etwa ein Drittel so lang und das Ende blattartig mit einem langen Endsegment.[2]