Christof Bosch

deutscher Forstwirt und Unternehmer From Wikipedia, the free encyclopedia

Christof Bosch (* 18. Januar 1959 in Gerlingen) ist ein deutscher Forstwirt, Philanthrop und Unternehmer. Er ist Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG (seit 1999), Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH (seit 2006) sowie Kuratoriumsmitglied der Robert Bosch Stiftung (seit 1997; Vorsitz 2017–2021).

Familie und Privates

Christof Bosch ist ein Enkel des Unternehmensgründers Robert Bosch. Er wurde als Sohn von Robert Bosch jun. und Irmgard Bosch, geb. von Graevenitz, geboren.[1] Seine Schwester ist die Philanthropin Ise Bosch.[2]

Ausbildung

Bosch studierte ab 1979 Forstwissenschaften an der Universität München und promovierte 1985 über Waldschäden in den Hochlagen der Mittelgebirge.[1] 1982 veröffentlichte er das Fachbuch Die sterbenden Wälder zum Thema Waldsterben.[3]

Berufliche Tätigkeit

Landwirtschaftlicher Unternehmer

1986 übernahm Bosch den Gutshof Mooseurach bei Bad Tölz, den sein Großvater 1912 erworben hatte. Er entwickelte das Anwesen zu einem ökologischen Landwirtschaftsbetrieb mit Viehhaltung, eigener Schlachtung und historischen Apfelsorten. Der Hof betreibt einen eigenen Laden und bietet Biofleisch.[1][4]

Funktionen im Bosch-Konzern

Seit 1999 fungiert Bosch als Sprecher der Familie Bosch und vertritt die Nachkommen in der Robert Bosch Industrietreuhand KG. 2006 wurde er Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH.[5]

Bosch betonte wiederholt den Anspruch der Familie, den Geist des Gründers im Unternehmen lebendig zu halten und langfristig an den Anteilen festzuhalten. Im Aufsichtsrat unterstützte er unter anderem die strategische Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Elektromobilität und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz.[5]

Engagement in der Robert-Bosch-Stiftung

Seit 1997 gehört Bosch dem Kuratorium der Robert Bosch Stiftung an und hält 18,52 % Anteile an der gemeinnützigen GmbH.[6] 2017 bis 2021 war er dessen Vorsitzender.[7]

Auszeichnungen

Christof Bosch erhielt die Rudolf-Diesel-Medaille des Deutschen Instituts für Erfindungswesen.[8] Zudem wurde ihm die Große Staufermedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg verliehen.

Einzelnachweise

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