Christoph Burgmer

deutscher Journalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Christoph Burgmer (* 1962 in Leverkusen) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Leben

Burgmer[1] studierte Literaturwissenschaft, Iranistik, Islamwissenschaft, Literaturvermittlung und Medienpraxis in Freiburg i.Br., Berlin, Essen, Paris, Kairo und Teheran. Er arbeitete zunächst als Deutschlehrer für Asylbewerber in Berlin. Danach war er Mitarbeiter des Goethe Instituts in Alexandria, Ägypten. Seit 1990 arbeitet er als Journalist, Buchrezensent und Buchautor. Für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) war er unter den Taliban als Übersetzer tätig. Zwischenzeitlich Freier Universitätsdozent an der SRH Hochschule Heidelberg[2]. Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit sind Literatur und Politik der Arabischen Welt und Indien sowie aktuelle gesellschaftspolitische Fragen. 2000 erhielt er für seine journalistische Arbeit den Medienpreis Entwicklungspolitik.

Werke

Radio-Features (Auswahl)

  • Wege in die Zivilisation. Unterwegs mit Straßenbau-Ingenieuren im Himalaya, 2016.(deutschlandfunk.de)
  • Jadal-Kontroverse. Eine Zufluchtsort in Amman, 2015.(deutschlandfunk.de)
  • Patrick-Henry-Village – Eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Heidelberg, 2015.[3]
  • Momente der Verzweiflung. Hassan F. und das Ende arabischer Revolutionsträume, 2015.[4]
  • 7500 Kilometer für die Inklusion. Menschen mit Behinderung bei der Allgäu-Orient Rallye, 2013.[5]
  • Freiheit, Brot und Soziale Gerechtigkeit. Der Widerstand der ägyptischen Gewerkschaften gegen Islamisten und Militärs, 2013.[6]
  • Stimme der Stimmlosen. Die indische Schriftstellerin Mahasweta Devi, 2012.[7]
  • Die verborgene Opposition. Iranische Studierende und die Zweite islamische Kulturrevolution, 2012.[8]
  • 1001 Kriminelle. Das Budhan Theater der Chharas, 2010.[9]
  • Hüter des Feuers. Parsen in Bombay. Mit Michael Briefs, 2009.[10]
  • Der letzte Pate. Geschichten aus der Unterwelt Bombays, 2009.[11]
  • „Was ihr an Zinsen gebt, bringt keinen Zuwachs bei Allah.“ Wie islamische Finanzprodukte die Kapitalmärkte erobern, 2008.
  • „Bei uns verstehen alle was von Politik.“ Die Buchmesse von Kairo, 2007.
  • Stahl um jeden Preis. Das indische Hüttenwerk Rourkela und 50 Jahre deutsche Entwicklungspolitik. 2006.
  • „Mit der Entwicklung kam der Tod.“ Der Kampf der Adivasi gegen Minenmultis in Jharkhand, Indien, 2005.
  • „Die Sprache der Toten.“ Ein Buchladen in Kabul, 2004.
  • Minenfeld Koran. Textauslegung im Streit zwischen Wissenschaft und Offenbarung, 2003.[12]
  • Eine kurze Reise nach Sadiq Abad. Pressefreiheit und Militärdiktatur in Pakistan, 2001.
  • Stimmen für den Präsidenten. Ägyptens „inszenierte Demokratie“, 2000.
  • Das steht so im Koran. Die islamische Ideologie der Taliban und die gesellschaftliche Realität in Afghanistan, 1999.
  • Die lange Nacht des Maultiers. Literatur und Krieg in Algerien. 1999.
  • Krieg für die Revolution. Der Spanische Bürgerkrieg 1936–1939. Mit Stefan Fuchs, vier Teile, 1997.
  • Choclate, Cola und Kultur. Amerikanische Kulturpolitik am Beispiel des Amerikahaus Heidelberg, 1996.

Essays (Auswahl)

  • Warum einen öffentlichen Platz besetzen, 2014.
  • Frieden in Afghanistan, 2013.
  • Die politische Zukunft des „arabischen Frühlings“, 2012.
  • Der Afghanistankrieg, 2009.
  • Der Islam in Europa, 2008.

Bücher (Auswahl)

Filme

  • Das negative Potential. Johannes Agnoli im Gespräch. Zusammen mit Markus Mischkowski (Regie) und Siddho Varza (Schnitt). Westendfilme 2003[16].

Einzelnachweise

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