Christoph Kammertöns

deutscher Musikwissenschaftler und Pädagoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Christoph Kammertöns (* 1966 in Bochum) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Pädagoge.

Christoph Kammertöns (2018)

Biografie

Christoph Kammertöns studierte Instrumentalpädagogik (Klavier) an der Folkwang Hochschule Essen und wurde dort in Musikwissenschaft mit den weiteren Rigorosumsfächern Erziehungswissenschaft und Psychologie (Universität Essen) zum Dr. phil. promoviert.[1] Neben dem 1. und 2. Staatsexamen Sek. II für Musik und Pädagogik schloss er Studien in Philosophie, in Europäischer Moderne, Fachrichtung Geschichte,[2] und in Neuerer deutscher Literatur an der FernUniversität in Hagen je mit dem Master of Arts ab.

Seit seiner Dissertation über Henri Herz im Spiegel der französischen Musikkritik[3] richtet Kammertöns sein musikwissenschaftliches Interesse auf die Klaviermusik, klavierbezogenes Unternehmertum und den Distinktionscharakter des Klaviers als „Herrschaftsinstrument“.[4] An der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf,[5] in Kooperation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,[6] beschäftigen ihn seit 2014 ebenso Fragestellungen zu Offenheit und Unabgeschlossenheit, Leiblichkeit und Performativität sowie die Geschichtlichkeit von Musikwissenschaft.[7]

Hauptberuflich ist Kammertöns als Lehrer am Berufskolleg tätig. Zuvor arbeitete er unter anderem als Dramaturg für Tanz[8] am Luzerner Theater[9] sowie als Ballettrepetitor. In letzterer Funktion war er am Gymnasium Essen-Werden und an der Folkwang Hochschule Essen[10] engagiert sowie als Gast am Aalto-Theater Essen, am Theater Krefeld und Mönchengladbach, beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, bei PACT Zollverein Essen und am Tanzhaus NRW Düsseldorf.[11]

Publikationen

Musikwissenschaft

Monografien / Herausgeberschaften

  • Friedrich Wiecks „Clavier und Gesang“ und andere musikpädagogische Schriften. Kommentiert hrsg. mit Tomi Mäkelä. Von Bockel Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-932696-02-6.
  • Chronique Scandaleuse. Henri Herz – ein Enfant terrible in der französischen Musikkritik des 19. Jahrhunderts (= Folkwang-Texte.[12] Band 15). Die blaue Eule, Essen 2000, ISBN 3-89206-999-9 (323 S.; zugl. Dr.-phil.-Diss., Folkwang Hochschule Essen, 1999).
  • Lexikon des Klaviers. Baugeschichte, Spielpraxis, Komponisten und ihre Werke, Interpreten. Hrsg. mit Siegfried Mauser, mit einem Geleitwort von Daniel Barenboim. Laaber-Verlag, Laaber 2006, ISBN 3-89007-543-6.
  • Das Klavier. Instrument und Musik (= Beck’sche Reihe. 2752; C.H.Beck Wissen). C.H.Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-63719-3.[13]
  • Friedrich Wieck – Gesammelte Schriften über Musik und Musiker. Aufsätze und Aphorismen über Geschmack, Lebenswelt, Virtuosität, Musikerziehung und Stimmbildung, mit Kommentaren und mit einer historischen Einführung (= Interdisziplinäre Studien zur Musik. Band 10). Hrsg. mit Tomi Mäkelä und Lena Esther Ptasczynski. Peter Lang, Berlin 2019, ISBN 978-3-631-76747-4.

Beiträge (Auswahl)

Dazu Rezensionen in: Online Musik Magazin, Opernwelt, Orpheus, Die Tonkunst, Programmheftbeiträge u. a. für das Schleswig-Holstein Musikfestival.

Sonstige Texte

Einzelnachweise

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