Christoph Külpmann
deutscher Jurist, Richter am Bundesverwaltungsgericht
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Christoph Külpmann (* 21. Mai 1972[1] in Bonn) ist Vorsitzender Richter am Bundesverwaltungsgericht (BVerwG).[2]
Biografie
Külpmann studierte von 1991 bis 1996 an der Georg-August-Universität Göttingen, der National University of Ireland, Galway und der Universität zu Köln.[3] Während der 13. Legislaturperiode (1994 bis 1998) des Deutschen Bundestages war er Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.[4] Die Universität zu Köln promovierte ihn 1999 mit einer Arbeit zum Staatshaftungsrecht zum Dr. jur.; die Arbeit wurde mit dem Universitätspreis ausgezeichnet. Nach dem Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichtes Köln und dem zweiten Staatsexamen war Külpmann von 2001 bis 2003 Rechtsanwalt in Bonn.[3] Im Frühjahr 2003 trat er als Richter auf Probe am Verwaltungsgericht der Freien Hansestadt Bremen in den richterlichen Dienst. Im Herbst 2004 wurde er dort zum Richter am Verwaltungsgericht ernannt. Von Januar 2006 bis Dezember 2007 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverwaltungsgericht abgeordnet. Nach einer erneuten Tätigkeit als Richter am Verwaltungsgericht war er ab April 2009 zum Senator für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen abgeordnet,[5] wurde im Februar 2011 dorthin versetzt und zum Senatsrat ernannt. Er war stellvertretender Abteilungsleiter und Leiter des Referates für Verfassungsrecht und Öffentliches Recht in der Behörde.[6]
Im Juni 2013 trat Külpmann seinen Dienst als Richter am Bundesverwaltungsgericht an.[7] Nach kurzer Mitgliedschaft im 7. Revisionssenat gehörte er seit dem 1. Juli 2013 dem 4. Revisionssenat an, der u. a. für das öffentliche Baurecht und einzelne Bereiche des Fachplanungsrechts zuständig ist. Mit Wirkung zum 1. November 2023 wurde er zum Vorsitzenden Richter ernannt und übernahm den Vorsitz des 11. Revisionssenats.[8] Der Senat war zuständig für das Recht des Ausbaus von Energieleitungen sowie für Streitigkeiten über Vorhaben der Wasserstoffinfrastruktur. Seit Januar 2026 ist er Vorsitzender des 9. Revisionssenats, der für das Straßen- und Wegerecht und das Recht des Ausbaus von Energieleitungen zuständig ist.[9]
Külpmann war seit 2010 Lehrbeauftragter für Öffentliches Recht an der Universität Bremen.[3] Im Jahr 2017 ernannte ihn die Universität Bremen zum Honorarprofessor. Er ist seit 2017 Mitglied des Verwaltungssenats bei dem Kirchengerichtshof der EKD und seit 2023 dessen Vorsitzender. Seit 2018 ist er Mitglied der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages.[10]
Veröffentlichungen
Külpmann hat zu verschiedenen Gebieten des Öffentlichen Rechts publiziert, insbesondere zum Verwaltungsprozessrecht, zum Verwaltungsverfahrensrecht, zum Staatshaftungsrecht und zum Öffentlichen Baurecht.
- Külpmann, Enteignende Eingriffe?, 2000[11]
- Külpmann (Hrsg.), Besonderes Verwaltungsrecht im Assessorexamen, 2. Aufl. 2016[12]
- Bischopink/Külpmann/Wahlhäuser, Der sachgerechte Bebauungsplan, 5. Aufl. 2021[13]
- §§ 72 bis 78 VwVfG, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 10. Aufl. 2023[14]
- Dombert/Külpmann (Hrsg.), Vorläufiger Rechtsschutz im Verwaltungsstreitverfahren, 8. Aufl. 2025[15]
- (als Hrsg.) Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, Losebl.[16]