Christoph Maisack

deutscher Jurist und Tierrechtsaktivist From Wikipedia, the free encyclopedia

Christoph Maisack (* 11. Mai 1953 in Reutlingen) ist ein deutscher Jurist und Tierrechtler. Er war Richter am Amtsgericht Bad Säckingen und ist seit der Gründung (2010) Erster Vorsitzender der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT).

Beruflicher Werdegang

Maisack war von 1989 bis 2012 Staatsanwalt in Lörrach (Baden-Württemberg).[1] Anschließend war er Richter am Amtsgericht Bad Säckingen tätig.[1]

Zwischen 2012 und 2017 war er stellvertretender Tierschutzbeauftragter des Landes Baden-Württemberg.[1] Von 2017 bis Juni 2021 unterstützte er das Team der Landestierschutzbeauftragten Hessen mit juristischem Fachwissen.[1]

Engagement und Funktionen

Im Jahr 2010 war Maisack Mitbegründer der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V. (DJGT), aus dem losen Netzwerk „Juristen für Tierrechte“. Seit der Gründung ist er Erster Vorsitzender der DJGT.[1]

Er berät Behörden, Gerichte und politische Gremien, erarbeitet Gutachten und Vorlagen zur Weiterentwicklung des Tierschutzrechts, insbesondere zum Thema „vernünftiger Grund“, Sachgerechte Haltung und Reform des TierSchG.[2][3]

Wissenschaftliche Arbeiten und Veröffentlichungen

Maisacks wissenschaftliche Arbeiten umfassen Monographien, Sammelbände, Aufsätze in Fachzeitschriften und Kommentare.

Ausgewählte Monographien / Sammelbände
  • TierSchG - Tierschutzgesetz mit Almuth Hith und Johanna Moritz, Verlag Franz Vahlen, 1793 Seiten, ISBN 978-3-8006-6238-8
  • Reform des Tierschutzrechts. Die Verwirklichung des Staatsziels Tierschutz de lege lata, Nomos, 2022, ISBN 978-3-8487-8466-0 (gemeinsam mit Barbara Felde).[2]
  • Zum Begriff des vernünftigen Grundes im Tierschutzrecht, ISBN 978-3-8329-2372-3, (publiziert auch als Aufsatzvortrag, z. B. Tagungsband Bad Boll 2010).[4]
Ausgewählte Aufsätze und Beiträge
  • Anbindehaltung von Rindern als fortwährender Verstoß gegen das gesetzliche Gebot zur art- und bedürfnisangemessenen verhaltensgerechten Unterbringung i. S. v. § 2 Nr. 1 TierSchG, in Natur und Recht, 46 (2024), S. 156–164.[3]
  • Der vernünftige Grund des Tierschutzgesetzes und die Tötung von Tieren in Zoos, Natur und Recht, Beitrag von Christoph Maisack, Nov. 2021.[5]
Weitere Fachbeiträge und juristische Ausarbeitungen
  • Tierärztliche Schweigepflicht und Tierschutz – juristische Ausarbeitung, Landestierschutzbeauftragter Hessen (Download verfügbar als PDF).[6]
  • Tierschutz in Außenklimaställen und Ställen mit Auslauf ins Freie, zusammen mit Barbara Felde, Natur und Recht 2019, S. 170–180.[7]

Auszeichnungen

  • 2011: Tierschutzpreis des Landes Rheinland-Pfalz für langjähriges ehrenamtliches Engagement im Tierschutz.[1]
  • 2024: Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung[8]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI