Christopher Whelen

britischer Komponist und Dirigent From Wikipedia, the free encyclopedia

Christopher Whelen (* 17. April 1927 in London, England; † 18. September 1993 in Cumnor, Oxford) war ein britischer Komponist und Dirigent. Er schuf einige musikalische Werke für das britische Kino der 1960er Jahre, darunter Kompositionen für Filme wie Alarm auf der Valiant, Sanders und das Schiff des Todes oder Ich, Dr. Fu Man Chu.

Leben und Karriere

Der 1927 in London geborene Christopher Whelen studierte von 1944 bis 1946 an der Birmingham School of Music am Birmingham Midland Institute. Nach seinem Studium war er von 1948 bis 1952 als Assistenzdirigent von Rudolf Schwarz am Bournemouth Symphony Orchestra tätig. Von 1952 bis 1955 arbeitete er als Musikdirektor am Old Vic Theatre in London und danach von 1955 bis 1957 als Assistenzdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra. 1956 wurde ihm die Sprague-Coolidge-Medaille verliehen.

Christopher Whelen komponierte in seiner musikalischen Laufbahn zahlreiche Partituren für Film, Radio, Fernsehen, Theater[1], Oper und Ballett, darunter die Musik zu zahlreichen Shakespeare-Stücken. Darüber hinaus orchestrierte er die Musik für fünf Musicals, darunter für John Osbornes Werk The World of Paul Slickey, ferner schrieb er selbst ein Theaterstück.

1962 komponierte er für den Regisseur Roy Ward Baker die Filmmusik zu dem britisch-italienischen Kriegsfilm Alarm auf der Valiant in der Besetzung John Mills, Ettore Manni, Roberto Risso und Robert Shaw. Zwei Jahre später schrieb er die Musik für Robert Lynns Abenteuerfilm Sanders und das Schiff des Todes mit Richard Todd und Heinz Drache in den Hauptrollen. 1965 entstand die Partitur für die Kinoproduktion Ich, Dr. Fu Man Chu von Regisseur Don Sharp. Der mit Christopher Lee, Nigel Green, Joachim Fuchsberger und Karin Dor prominent besetzte Film zog mehrere Fortsetzungen nach sich.

Zwischen 1955 und 1969 hatte Whelen die Musik zu zahlreichen Episoden von Fernsehserien und zwei Fernsehfilmen beigesteuert.

Christopher Whelen verstarb im September 1993 im Alter von 66 Jahren in Oxford. Er hatte einen jüngeren Halbbruder Michael John Whelen (1929–2007).

In seinem Namen wurde der Christopher-Whelen-Preis für Innovationen in Radio, Fernsehen und Theater ins Leben gerufen.

Filmografie (Auswahl)

Kino

Fernsehen

  • 1955/1961: ITV Television Playhouse (Fernsehserie, 2 Episoden)
  • 1957: Success (Fernsehfilm)
  • 1958: An Age of Kings (Fernsehminiserie, 14 Episoden)
  • 1959: Dancers in Mourning (Fernsehserie, 6 Episoden)
  • 1959: A Kiss for Cinderella (Fernsehfilm)
  • 1960: BBC Sunday-Night Play (Fernsehserie, 1 Episode)
  • 1960: Don't Do It Dempsey (Fernsehserie, 6 Episoden)
  • 1960: Death of a Ghost (Fernsehserie, 6 Episoden)
  • 1960: An Age of Kings (Fernsehminiserie, 15 Episoden)
  • 1960: Paul of Tarsus (Fernsehserie, 10 Episoden)
  • 1961: Amelia (Fernsehserie, 7 Episoden)
  • 1963: The Spread of the Eagle (Fernsehminiserie, 9 Episoden)
  • 1964: Swizzlewick (Fernsehserie, 26 Episoden)
  • 1967: ITV Playhouse (Fernsehserie, 1 Episode)
  • 1968: Sanctuary (Fernsehserie, 2 Episoden)
  • 1969: BBC Play of the Month (Fernsehserie, 1 Episode)
  • 1969: The Wednesday Play (Fernsehserie, 1 Episode)

Literatur

Einzelnachweise

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