Christuskirche (Leutersdorf)
Evangelisch-Lutherische Kirche, drei Grabanlagen mit Einfriedung, Denkmal für die Gefallenen von 1870/71, Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie Torzugang in Leutersdorf
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Die evangelische Christuskirche ist eine Saalkirche des Historismus in Leutersdorf (Oberlausitz) im Landkreis Görlitz in Sachsen. Sie gehört zum Kirchengemeindeverbund Am Großen Stein im Kirchenbezirk Löbau-Zittau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur
Die am Rand des Orts gelegene Wandpfeilerkirche aus dem Jahr 1690 wurde in den Jahren 1865/66 durch einen Neubau im Rundbogenstil nach Plänen von Carl August Schramm aus Zittau ersetzt. Im Jahr 1900 wurde ein Umbau vorgenommen. Eine Restaurierung der Kirche im Jahr 2005 wurde durch die Stiftung KiBa mit 15 000 € gefördert.[1]
Das Bauwerk ist ein Sandsteinbau mit halbrundem Chorschluss. Der dreigeschossige Baukörper wird durch Blendarkaturen, Strebepfeiler und Eckfialen gegliedert. Der Turm mit hohem Pyramidendach ist durch einen niedrigeren Zwischenbau mit dem eigentlichen Schiff verbunden.
Das flachgedeckte Innere ist mit Schwibbögen gegliedert, die zwischen den Fensterachsen ansetzen. Die erhöhte Apsis wird durch eine zweiarmige Treppe erschlossen. Zweigeschossige, hölzerne Emporen sind an der Nord- und Südseite eingebaut, das obere Geschoss wird durch weit auskragende Konsolen gestützt. Im Westen ist die Orgelempore im tonnengewölbten Verbindungsbau eingefügt.
Ausstattung
Das Hauptstück der Ausstattung ist ein hölzernes Altarretabel aus dem Jahr 1900 nach Entwurf von Woldemar Kandler aus Dresden. Das Altarbild zeigt eine Darstellung der Auferstehung Christi von Wilhelm Walter. Die ehemals über dem Altar angebrachte Kanzel wurde im Jahr 1900 an die Südwand verlegt. Die Sandsteintaufe ist ebenfalls ein Werk aus der Erbauungszeit der Kirche.
Die Orgel ist ein Werk der Firma Orgelbau A. Schuster & Sohn aus dem Jahr 1966/67 unter Verwendung der älteren Orgel von Kohl mit heute 34 Registern auf drei Manualen und Pedal.[2]
Literatur
- Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I. Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 526–527 (dehio.org).