Christuskirche (Lustadt)
Kirchengebäude
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Die denkmalgeschützte Christuskirche im Unterdorf der Ortsgemeinde Lustadt ist eines von zwei Kirchengebäuden der protestantischen Kirchengemeinde Lustadts. Sie gehört zum Kirchenbezirk Germersheim der Evangelischen Landeskirche der Pfalz. Das Gemeindebüro wird gemeinsam mit der Protestantischen Gemeinde in Weingarten geführt. Benannt ist die Kirche nach Jesus Christus.
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| Basisdaten | |
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| Konfession | evangelisch |
| Ort | Lustadt, Deutschland |
| Landeskirche | Evangelische Kirche der Pfalz |
| Widmung | Jesus Christus |
| Baugeschichte | |
| Bauherr | politische Gemeinde |
| Bauzeit | 1871–1873 |
| Baubeschreibung | |
| Einweihung | 8. Oktober 1873 |
| Baustil | Neogotik |
| Bautyp | Saalkirche |
| 49° 14′ 46,8″ N, 8° 17′ 16,1″ O | |
Beschreibung und Lage

Das Kirchengebäude liegt in Niederlustadt an der Holzgasse am Ortsausgang in Richtung Westheim. Unweit fließt der Hofgraben, ein linker Zufluss des Lingenfelder Altrheins.
Es ist eine Saalkirche im Stil der Neugotik, die überwiegend aus Backstein erbaut wurde. Die Buntglasfenster im Chor wurden 1953 und 1954 von Willy Oeser aus Heidelberg geschaffen.
Geschichte
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam bei den Protestanten in Niederlustadt zunehmend der Wunsch nach einer eigenen Kirche auf. In der Laurentiuskirche, die sie sich mit den Katholiken als Simultankirche teilten, mussten sie sich beim Gottesdienst eng zusammendrängen und zum großen Teil gar von außen teilnehmen. Im Jahr 1858 wurde mit den Planungen für einen Neubau begonnen, ein Jahr später fasste der Gemeinderat den Beschluss zum Bau der neuen Kirche. Am 6. Juni 1871 wurde der Grundstein gelegt und am 8. Oktober 1873 die Kirche geweiht. Im März 1945 beschädigte US-amerikanisches Artilleriefeuer die Kirche stark. Die Schäden vergrößerten sich witterungsbedingt in den Folgejahren noch. Zwischen 1951 und 1953 konnte die Kirche wiederaufgebaut werden.
Orgel
Heutige Orgel
Die Orgel wurde 1969 von Orgelbau Gebr. Oberlinger mit mechanischen Trakturen gebaut, wobei Teile der alten Orgel wiederverwendet wurden. 1983 wurde die Orgel durch Oberlinger erweitert. Dies umfasste den Einbau von zwei zusätzlichen Pedalregistern und einem zweiten Manual. Das Instrument verfügt heute über 16 Register auf zwei Manualen und Pedal. Alle Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet:[1]
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- Koppeln: II/I, I/P, II/P
Ehemalige Orgel
Die erste Orgel der Christuskirche wurde parallel zu deren Erbauung von Gustav Schlimbach mit mechanischen Trakturen gebaut. Oberlinger baute sie 1954 im Sinne der Orgelbewegung neobarock um. Beim Umbau wurde das originale Gehäuse zugunsten eines Freipfeifenprospekts aufgegeben. 1969 wurde sie zugunsten der heutigen Orgel verschrottet. Die Windladen waren als Kegelladen ausgeführt. Im Originalzustand verfügte die Orgel über 18 Register auf zwei Manualen und Pedal, nach dem Umbau 1954 waren es 19 Register.[2]
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- Koppeln: II/I, I/P
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- Koppeln: II/I, I/P, II/P
Glocken
Das erste Geläut, bestehend aus drei Glocken kam 1873 in den Kirchturm. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten neue Glocken beschafft werden. Im Jahr 1958 wurden die vier heutigen Glocken aus der Gießerei Hamm in Frankenthal in Dienst gestellt. Sie haben die Schlagtöne e, a, h und cis.
Literatur
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler. Kreis Germersheim. 6. November 2024 (rlp.de [PDF; abgerufen am 27. November 2024]).
- Jubiläums-Festschrift zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Lustadt. 773-1973. Lustadt 1973, DNB 730526313, S. 69.
