Chromon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Chromon ist eine zu den Benzopyronen gehörende chemische Verbindung, bei der ein Benzolring (Aromat) theoretisch mit 4-Pyron (einem sauerstoffhaltigen Heterocyclus) kondensiert ist (daher auch Benzo-γ-pyron).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Chromon
Allgemeines
Name Chromon
Andere Namen
  • Chromen-4-on (IUPAC)
  • 1,4-Benzopyron
  • 1-Benzopyran-4-on
  • 4-Chromon
  • 4H-1-Benzopyran-4-on
  • 4H-Benzo(b)pyran-4-on
  • 4H-Chromen-4-on
  • Benzo-γ-pyron
Summenformel C9H6O2
Kurzbeschreibung

weißes bis gelbes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 491-38-3
EG-Nummer 207-737-9
ECHA-InfoCard 100.007.035
PubChem 10286
ChemSpider 9866
Wikidata Q420156
Eigenschaften
Molare Masse 146,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,29 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

55–60 °C[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[3]
Toxikologische Daten

91 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.p.)[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Es handelt sich dabei um ein Derivat des 4H-Chromens (4-Benzopyrans), das in Position 4 statt der zwei Wasserstoffatome eine Ketogruppe aufweist.

Isomerie

Chromon ist konstitutionsisomer mit Cumarin.

Derivate

Derivate des Chromons (Stoffgruppe: Chromone)[4] werden meist aus Phenolen und β-Ketosäureestern durch Erhitzen mit Phosphorpentoxid dargestellt.

Zu den in der Natur, zum Beispiel in Rauten[5] vorkommenden Derivaten gehören die Flavone und Isoflavone (gelbe Pflanzenfarbstoffe) sowie Khellinin (herzwirksames Glycosid) und das verwandte hochtoxische Khellin.

Künstlich hergestellte Chromone sind die antiallergischen Arzneistoffe Cromoglicinsäure und Nedocromil (in der Pharmakologie: Cromone[6]).

Literatur

  • H. Beyer, W. Walter: Lehrbuch der Organischen Chemie. 20. Auflage. Hirzel, Stuttgart 1984, S. 743–744.
  • R. Ebermann, I. Elmadfa: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung 2. Auflage, Springer Wien New York, 2001, ISBN 978-3-7091-0210-7, S. 206–214.

Einzelnachweise

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