Chromozentrum

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Chromozentren (auch: Chromocentren) sind Chromatin-Strukturen in den Zellkernen mancher Eukaryoten, die sich durch DNA-Farbstoffe besonders stark anfärben lassen.[1] Chromozentren werden unter Beteiligung von Satelliten-DNA durch das Aneinanderlagern der Centromere von mehreren Chromosomen gebildet,[2] z. B. in Spermatozoen.[3] Chromozentren gehören zum konstitutiven Heterochromatin.[4]

Zellkern eines Maus-Fibroblasten. Durch Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung wurden zwei Chromosomenpaare angefärbt. Die DNA-Gegenfärbung mit DAPI in blau zeigt deutliche Chromozentren.

Besonders ausgeprägte Chromozentren liegen bei Mauszellen (Mus musculus) vor[5], während menschliche Zellen meist keine Chromozentren aufweisen.

Der Begriff geht zurück auf die italienische Plural-Form „cromocentri“ in einer Arbeit von 1908 von P. Baccarini, der Zellen des Malteserschwamms untersuchte.[6][7]

Einzelnachweise

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