Chrysostomus Giner
Südtiroler Ordensgeistlicher und Abt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Johannes Chrysostomus Giner (eigentlich Josef Franz Giner; * 23. Februar 1930 in Thaur; † 24. Februar 2024 im Kloster Neustift[1]) war ein Augustiner-Chorherr, 56. Propst und 15. Lateranensischer Abt des Stiftes Neustift in Vahrn bei Brixen (Südtirol) und Konvisitator der österreichischen Chorherrenkongregation.

Leben
1949 trat Giner in das Kloster Neustift ein. Der damalige Propst von Neustift Ambros Giner war ein Bruder seines Vaters, also sein Onkel. Giner absolvierte in Rom ein Studium der Theologie mit abschließender Promotion am Angelicum. am 5. September 1954 wurde er in der Neustifter Stiftskirche zum Priester geweiht. Anschließend arbeitete er einige Jahre als Kooperator in Assling, Lehrer an der Neustifter Klosterschule, Novizenmeister und Seelsorger der Katholischen Jugend Österreich in Wien. An der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen unterrichtete Giner das Fach „Einführung in das Heilsmysterium“.
1969 wurde Giner als Nachfolger von Konrad Lechner zum Propst von Neustift gewählt und wurde so zum jüngsten Prälaten der Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren. Das Stift leitete er von 1969 bis 2005. In seiner Amtszeit wurden im Stiftsbereich in den 1970er Jahren das Tourismuszentrum geschaffen und in den 1980er Jahren ein Weiterbildungshaus, 1982 die Stiftsbasilika renoviert und 1992 die 850-Jahr-Feier begangen. Sein Nachfolger wurde Propst Georg Untergaßmair.
Giner war bekannt wegen seiner temperamentvollen fröhlichen Art den Menschen zu begegnen; er hatte für jeden ein Wort, und oft einen spontanen Witz, mit dem er erheiterte. Seine Predigten waren keine leisen Töne, er kam zur Sache und klar auf den Punkt. Eine seiner Leidenschaften war das Malen, das er bis in die letzten Wochen seines Lebens pflegte.

Weblinks
- Eintrag zu Chrysostomus Giner auf Orden online
- Literatur von und über Chrysostomus Giner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek