Chur Unihockey

Schweizer Unihockeyverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Chur Unihockey war ein Schweizer Unihockeyclub aus Chur, der in der höchsten Spielklasse, der Unihockey Prime League, spielte. Mit insgesamt 19 nationalen Titeln (Schweizer Meister und Cup) waren die Vorgängervereine von Chur Unihockey sehr erfolgreich, während Chur Unihockey in den 20 Jahren seiner Existenz keinen Titel gewinnen konnte. Zudem gehörte Chur Unihockey mit über 300 aktiven Juniorinnen und Junioren und 200 weiteren Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Unihockeyvereinen der Schweiz. Die sportliche Betätigung und die Ausbildung für junge und ambitionierte Unihockeyspieler lagen dem Verein sehr am Herzen. 2024 fusionierte Chur Unihockey mit Piranha Chur zu Floorball Chur United.[1]

Schnelle Fakten
CHUR UNIHOCKEY
Logo Chur Unihockey
Gegründet Fusion aus Rot-Weiss Chur und Torpedo Chur (2004)
Vereinsfarben Schwarz, Rot, Weiss
Stadion Gewerbliche Berufsschule Chur
Plätze 950
Präsident Schweiz Curdin Furrer
Cheftrainer Schweden Theodor Jonsson
Homepage churunihockey.ch (heute Floorball Chur United)
Liga NLA
Saison 2020/2021 10. Rang
Saison 2021/2022 9. Rang
Saison 2022/2023 12. Rang
Heim
Auswärts
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Geschichte

Der Verein Chur Unihockey ging 2004 aus den beiden Vereinen Rot-Weiss Chur (1985) und Torpedo Chur (1986) hervor. Die Entwicklung des schweizerischen Unihockeysports verdankt den Unihockeyvereinen aus Chur sehr viel. Einige Gründungsmitglieder waren oder sind im Vorstand der Internationalen Floorball Federation (IFF) oder im Zentralvorstand von swiss unihockey (Schweizerischen Unihockeyverband) tätig.

Im Jahr 2000 wurde Rot-Weiss Chur mit dem Bündner Sportpreis ausgezeichnet, 2002 mit dem Jugendsportförderungspreis der Stadt Chur.

Nach der Zustimmung der Mitglieder beider Vereine zur Fusion von Chur Unihockey (Männer) und Piranha Chur (Frauen) zum neuen Churer Unihockeyverein Floorball Chur United wurde im November 2024 an der Gründungsversammlung der neue Verein gegründet.[1] Die zwei Vorgängervereine blieben noch bis Ende April 2025 aktiv.[2]

Erfolge

Der UHC Rot-Weiss Chur konnte zwischen 1989 und 2003 insgesamt zwölf Schweizer Meistertitel und fünf Titel im Schweizer Cup mit ins Bündnerland nehmen. Ebenso gewann das Team zweimal Europacup-Bronze.

Torpedo Chur gewann zweimal den Schweizer Cup und einmal den Liga-Cup auf Kleinfeld.

Seit der Fusion zu Chur Unihockey im Dezember 2003 konnte die erste Mannschaft (NLA) keine Titel mehr holen. Der erste Schweizer Meistertitel des Vereins wurde durch das U16-Team (ehemals B-Grossfeld Junioren) in der Saison 2004/05 gewonnen. Ein weiterer Schweizer Meistertitel kam in der Saison 2006/07 hinzu, als sich das U21-Team (ehemals Elite Junioren) gegen Wiler-Ersigen im Finale der Playoffs durchsetzte.

Der letzte Erfolg von Chur Unihockey datiert aus der Saison 2012/13, als sich die U21-Mannschaft in der Qualifikation den vierten Platz und somit den Einzug ins Playoff-Halbfinale sicherte. Im Playoff-Halbfinale besiegten die Churer das erstplatzierte Floorball Köniz mit 3:1 in der Serie. Im U21-Playoff-Finale wurde GC Unihockey mit 3:0 Siegen bezwungen, und so konnte die U21-Mannschaft den zweiten Meisterschaftstitel dieser Kategorie seit der Fusion 2004 feiern.

Am 13. April 2025 holte die U14 den Schweizer Meistertitel (Ost). Mit diesem Sieg realisierte man den letzten Titelgewinn der Vereinsgeschichte (vor Aufgabe der Aktivität Ende April 2025 aufgrund der Fusion zu Floorball Chur United). Gleichzeitig endete eine lange Ära mit Heimspielen in der Gewerbeschule Chur, die seit 1984 als Heimstätte der Churer Unihockeyszene diente. Seit Sommer 2025 spielt der neue Verein in der neuen Fortuna-Sporthalle an der Ringstrasse.

Ehemalige Spieler

  • Schweiz Thomas Engel
  • Schweiz Andrea Engel
  • Schweiz Daniel Telli
  • Schweiz Marcel Kaltenbrunner
  • Schweiz Andreas Cadisch
  • Schweiz Peter Düggeli
  • Schweiz Sepp Ebneter
  • Schweiz Reto Weber
  • Schweiz Livio D’Intino
  • Schweden Mikael Fernström
  • Finnland Olli Oilinki
  • Finnland Kari Koskelainen
  • Schweiz Renato Schneider
  • Schweiz Lulzim Kamaj
  • Schweiz Jan Binggeli
  • Schweiz Paolo Riedi
  • Schweiz Patrick Kellenberger
  • Schweiz Joel Hirschi

Cheftrainer NLA

  • 2004–2005 Schweiz Andrea Engel
  • 2005–2007 Schweiz Reto Weber
  • 2007–2009 Schweiz Livio D’Intino
  • 2009–2010 Schweiz Peter Düggeli
  • 2010–2011 Schweiz Felix Coray
  • 2011–2016 Schweiz Thomas Berger
  • 2016–2017 Finnland Iivo Pantzar
  • 2017–2017 Schweden Daniel Hane
  • 2018–2018 Finnland Jani Westerlund
  • 2019–2023 Finnland Iivo Pantzar
  • 2023–2025 Schweden Theodor Jonsson[3]

Präsidenten

  • 2004–2010 Ruedi Kunz
  • 2010–2016 Cornel Ehrler
  • 2016–2017 Andreas Fischer
  • 2017–2018 Fabio Caruso (ad interim)
  • 2018–2024 Curdin Furrer
  • Website (heute Floorball Chur United)

Einzelnachweise

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