Ch’ŏnma-ho
Kampfpanzer
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Der Ch’ŏnma-ho, auch Chonma-ho (Chosŏn'gŭl: 천마호; Hanja: 天馬號) ist ein nordkoreanischer Kampfpanzer. Der ursprüngliche Ch'ŏnma-ho basiert auf dem sowjetischen T-62, mindestens fünf verschiedene Versionen des Panzers waren oder sind im Einsatz. Seit seiner Einführung hat der Ch'ŏnma-ho mehrere Kampfwertsteigerungen erhalten.
| Ch'ŏnma-ho | |
|---|---|
Aufriss eines Ch'onma-ho | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 4 |
| Länge | 6,63 m |
| Breite | 3,52 m |
| Höhe | 2,4 m |
| Masse | 40 t |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Panzerung | Reaktivpanzerung, Gussstahl und Schottpanzerung |
| Hauptbewaffnung | 1 × 115-mm-2A20-Glattrohrkanone oder 1 × 125-mm-2A46-Glattrohrkanone |
| Sekundärbewaffnung | 1 × 14,5-mm-MG KPW und ein 7,62-mm-MG (koaxial) |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | Dieselmotor 750 PS (552 kW) |
| Federung | Torsionsstab |
| Geschwindigkeit | 50 km/h |
| Leistung/Gewicht | 14 kW/t (18,75 PS/t) |
| Reichweite | 450 km |
Nordkorea stellte im Herbst 2024 ein Nachfolgemodell namens Tianma 2 auf einer Messe vor. Er hat eine automatische Nachladung, das heißt, er braucht keinen Ladeschützen und deshalb nur drei statt vier Mann Besatzung. Er hat wohl eine 125-mm-Kanone. Als Zweitwaffe ist ein 12,7-mm-Maschinengewehr verbaut. Ob es eine Serienfertigung gibt, ist nicht bekannt.[1] Nordkoreas Waffentechnik findet besondere Aufmerksamkeit, seit nordkoreanische Soldaten an der Seite Russlands am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine teilnehmen.
Entwicklungsgeschichte
Nach dem Koreakrieg, dessen Kampfhandlungen bis Juli 1953 andauerten, benötigte Nordkorea dringend modernere Ausrüstung. Vor dem Beginn des Koreakrieges hatte das Land 379 T-34 von der Sowjetunion erhalten, die rund 30 Jahre diktatorisch von Stalin regiert wurde. Obwohl nicht viel über das nordkoreanische Militär nach der Kriegszeit bekannt ist, gilt es als sicher, dass das Land viele verschiedene Arten von Panzern besitzt. Darunter sind Type 59, Type 62, T-54, der T-62 (auf dem der Ch'ŏnma-ho basiert) und möglicherweise T-72.
Einsatzprofil

Der Ch'ŏnma-ho wurde den wichtigsten nordkoreanischen Panzerdivisionen zugeteilt und würde einen Versuch zum Durchbrechen der südkoreanischen Verteidigungslinien anführen. Andere Panzer spielen eine untergeordnete Rolle oder sind auf die vier mechanisierten Divisionen verteilt.
Der Ch'ŏnma-ho ist ein Ergebnis der Chuch’e-Ideologie oder Eigenständigkeit, die auch viele selbstproduzierte Panzerartilleriegeschütze beinhaltet. Nordkorea übernahm das sowjetische Konzept der Gefechtsführung der verbundenen Waffen; die sehr große Panzerflotte des Landes unterstreicht das. Der Ch'ŏnma-ho kann auch als Versuch gesehen werden, den technischen Rückstand gegenüber Südkorea mit dem K1A1 und dem amerikanischen M1 Abrams zu verringern.
Nutzerstaaten
Literatur
- Joseph S. Bermudez Jr.: The Armed Forces of North Korea. I.B. Tauris, 2001, ISBN 1-86064-486-4.
- James M. Warford: The Ch'onma-ho Main Battle Tank: A Look at the Present and Future of North Korea's 'Flying Horse,. In: US Army Armor Center (Hrsg.): Armor. Band CXIV, Nr. 5, 2005, ISSN 0004-2420, S. 46–48 ( [PDF]).

