Ciron (Fluss)

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Der Ciron ist ein Fluss in Frankreich, der in der Region Nouvelle-Aquitaine verläuft. Er entspringt im Gemeindegebiet von Lubbon, entwässert generell Richtung Nordwest und mündet nach rund 97[2] Kilometern im Gemeindegebiet von Barsac als linker Nebenfluss in die Garonne. Auf seinem Weg durchquert der Ciron die Départements Landes, Lot-et-Garonne und Gironde.

Schnelle Fakten
Ciron
Der Ciron in Bernos-Beaulac

Der Ciron in Bernos-Beaulac

Daten
Gewässerkennzahl FR: O95-0400
Lage Frankreich, Region Nouvelle-Aquitaine
Flusssystem Garonne
Abfluss über Garonne Gironde Atlantischer Ozean
Quelle im Gemeindegebiet von Lubbon
44° 5′ 55″ N,  2′ 44″ W
Quellhöhe ca. 152 m[1]
Mündung im Gemeindegebiet von Barsac in die Garonne
44° 36′ 4″ N,  18′ 5″ W
Mündungshöhe ca. 6 m[1]
Höhenunterschied ca. 146 m
Sohlgefälle ca. 1,5 
Länge ca. 97 km[2]
Linke Nebenflüsse Thus, Baillon, Gouaneyre, Hure, Tursan
Rechte Nebenflüsse Barthos
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Der Fluss ist Bestandteil eines ausgewiesenen Natura-2000-Gebiets mit hohem arten- und lebensraumspezifischem Schutzstatus.[3] Ferner gibt es einen umlaufenden Galeriewald, der als klimatischer Puffer dient und wesentlich zur Wasser- und Klima-Dynamik beiträgt.[4]

Ökologie und Schutzstatus

Ein großer Teil des Ciron-Tals ist als Natura-2000-Gebiet Vallée du Ciron ausgewiesen. Das Schutzgebiet umfasst rund 3.600 Hektar und schließt den Flusslauf, begleitende Auenbereiche sowie angrenzende Waldlebensräume ein. Ziel der Unterschutzstellung ist der Erhalt naturnaher Fließgewässerabschnitte, feuchter Niederungswälder (Ripisylven) und der daran gebundenen Tier- und Pflanzenarten.[3]

Charakteristisch für den Ciron ist ein ausgeprägter Galeriewald entlang des Flusslaufs, der das Gewässer beschattet und zu vergleichsweise niedrigen Wassertemperaturen beiträgt. Diese Vegetationsstruktur wirkt stabilisierend auf das lokale Mikroklima und fördert eine hohe biologische Vielfalt.[4]

Weinbau

Der Fluss passiert die Weinanbaugebiete von Barsac und Sauternes. Sein kaltes Quellwasser bildet bei der Einmündung in das wärmere Wasser der Garonne im Herbst Nebel und schafft somit die besten Voraussetzungen für den Edelfäule-Pilz Botrytis cinerea, der für die Erhöhung des Zuckergehaltes der Weintrauben bei der Produktion von Süßweinen nötig ist.[5]

Mühlen

Nur noch wenige Mühlen lassen sich heute mit Nachweis fassen, weitere werden aber existiert haben.[6]

  • Moulin Neuf in Preignac, Wassermahlmühle mit drei Mühlsteinen. Diese Mühle existierte bereits im 16. Jahrhundert an einem Arm des Ciron. Sie wurde 1856 bei Bau der Bahnstrecke Bordeaux–Sète teilweise zerstört und in den letzten Jahrzehnten von einem privaten Verein freigelegt und teilweise restauriert.[7]
  • Alte Mühle von Barsac, eine historische Wassermühle am Ciron. Die Mühle gilt als ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet, wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach neu aufgebaut und ausgebaut. Sie war eine der größten regionalen Mühlen mit mehreren Mahlsteinen und wurde bis ins 20. Jahrhundert für unterschiedliche Zwecke genutzt, unter anderem der Stromerzeugung. Heute ist das Bauwerk verfallen.[8]

Orte am Fluss

Commons: Ciron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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