Cisinski-Modellstruktur

spezielle Art einer Modellstruktur From Wikipedia, the free encyclopedia

Eine Cisinski-Modellstruktur ist im mathematischen Teilgebiet der Höheren Kategorientheorie eine spezielle Art von Modellstruktur auf Topoi. In der homotopischen Algebra ist dabei insbesondere die Kategorie der simplizialen Mengen von Interesse. Cisinski-Modellstrukturen sind benannt nach Denis-Charles Cisinski, der diese im Jahr 2001 eingeführt hat. Dabei baut seine Arbeit auf noch unvollständigen Ideen von Alexander Grothendieck und seinem Skript Pursuing Stacks aus dem Jahr 1983 auf.[1]

Definition

Eine kofasernd erzeugte Modellstruktur auf einem Topos, deren Kofaserungen genau die Monomorphismen sind, wird Cisinski-Modellstruktur genannt. Kofasernd erzeugt bedeutet dabei, dass zwei kleine Mengen und an Morphismen existieren, mit welchen alle Kofaserungen und trivialen Kofaserungen über die Hochhebungseigenschaft erzeugt werden:[2]

Generell wird eine die Klasse aller Monomorphismen auf einer Kategorie an Prägarben erzeugende kleine Menge als zelluläres Modell bezeichnet:[3][4]

Für jeden Topos existiert ein zelluläres Modell.[5]

Beispiele

  • Joyal-Modellstruktur: Kofaserungen werden erzeugt von Randinklusionen und triviale Kofaserungen (also innere anodyne Erweiterungen) werden erzeugt von inneren Horninklusionen (mit und ).[6][7]
  • Kan-Quillen-Modellstruktur: Kofaserungen werden erzeugt von Randinklusionen und triviale Kofaserungen (hier anodyne Erweiterungen) werden erzeugt von Horninklusionen (mit und ).[6]

Literatur

Einzelnachweise

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