Ciuleandra
Film von Sergiu Nicolaescu (1985)
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Ciuleandra ist ein rumänisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1985 unter der Regie von Sergiu Nicolaescu. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman des rumänischen Schriftstellers Liviu Rebreanu aus dem Jahr 1927. Der Film wurde von Rumänien als offizieller Beitrag für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film bei der 58. Oscarverleihung eingereicht, erreichte jedoch keine Nominierung.[1][2]
| Film | |
| Titel | Ciuleandra |
|---|---|
| Produktionsland | Rumänien, Deutschland |
| Originalsprache | Rumänisch |
| Erscheinungsjahr | 1985 |
| Länge | 112 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Sergiu Nicolaescu |
| Drehbuch | Sergiu Nicolaescu Anușavan Salamanian |
| Musik | Adrian Enescu |
| Kamera | Nicolae Girardi |
| Schnitt | Maria Neagu |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Der junge Adelige Puiu Faranga tötet seine Ehefrau Mădălina in einem impulsiven Anfall aus Leidenschaft und Eifersucht. Um den gesellschaftlichen Skandal und ein reguläres Strafverfahren zu verhindern, setzt seine einflussreiche Familie eine psychiatrische Begutachtung in Gang und veranlasst seine Einweisung in eine Klinik.
In Gesprächen mit Ärzten und Ermittlern entfaltet sich schrittweise die Vorgeschichte der Tat. Der Film zeigt Puius obsessives Begehren, die konfliktreiche Ehe sowie seinen seelischen Zerfall. Rückblenden und symbolische Motive verbinden die psychologische Entwicklung des Protagonisten mit dem traditionellen Tanz „Ciuleandra“, der als Leitmotiv für Rausch, Leidenschaft und Kontrollverlust dient.[1]
Produktion
Die Produktion entstand als rumänisch-westdeutsche Koproduktion zwischen Casa de Filme Trei, Studioul Cinematografic București und Cine TV Berlin. Gedreht wurde überwiegend an rumänischen Originalschauplätzen.
Veröffentlichung und Rezeption
Der Film kam 1985 in die rumänischen Kinos und wurde im Folgejahr als offizieller rumänischer Beitrag für den Oscar um den besten fremdsprachigen Film eingereicht.[2] Spätere Kritiken lobten die atmosphärische Bildgestaltung, die psychologische Intensität der Figurenzeichnung sowie die symbolische Funktion des traditionellen „Ciuleandra“-Tanzes.[3]
Einordnung
Ciuleandra zählt zu den späten literarischen Adaptionen des rumänischen Kinos vor der politischen Wende von 1989. Der Film verbindet psychologisches Drama, Kriminalhandlung und historisches Gesellschaftsporträt des rumänischen Adels der Zwischenkriegszeit.
Weblinks
- Ciuleandra bei IMDb