Ciuleandra

Film von Sergiu Nicolaescu (1985) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ciuleandra ist ein rumänisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1985 unter der Regie von Sergiu Nicolaescu. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman des rumänischen Schriftstellers Liviu Rebreanu aus dem Jahr 1927. Der Film wurde von Rumänien als offizieller Beitrag für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film bei der 58. Oscarverleihung eingereicht, erreichte jedoch keine Nominierung.[1][2]

TitelCiuleandra
ProduktionslandRumänien, Deutschland
OriginalspracheRumänisch
Erscheinungsjahr1985
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Ciuleandra
Produktionsland Rumänien, Deutschland
Originalsprache Rumänisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 112 Minuten
Stab
Regie Sergiu Nicolaescu
Drehbuch Sergiu Nicolaescu
Anușavan Salamanian
Musik Adrian Enescu
Kamera Nicolae Girardi
Schnitt Maria Neagu
Besetzung
  • Ion Rițiu: Puiu Faranga
  • Anca Szönyi: Mădălina Faranga
  • Gheorghe Cozorici: Policarp Faranga, Justizminister
  • Ștefan Iordache: Dr. Dumitru Aioanei
  • Ulrike Blome: Edith
  • Gilda Marinescu: Maria Crainicu
  • Cornel Gîrbea: Grigore Leahu
  • Alexandru Dobrescu: Präfekt der Hauptstadtpolizei
  • Romeo Pop: Staatsanwalt Zamfir
  • Viorel Comănici: Kommissar Gh. Mețianu
  • Vasile Pupeza: Gerichtsmediziner
  • Ion Anghel: Wirt aus Vărzari
  • Teodor Danetti: George, Diener der Farangas
  • Claudia Georgescu: Nonne aus dem Sanatorium
  • Dobre Gheorghe
  • Horia Vereș
  • Gheorghe Mazilu
  • Ilie Vlaicu
  • Miron Murea
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Handlung

Der junge Adelige Puiu Faranga tötet seine Ehefrau Mădălina in einem impulsiven Anfall aus Leidenschaft und Eifersucht. Um den gesellschaftlichen Skandal und ein reguläres Strafverfahren zu verhindern, setzt seine einflussreiche Familie eine psychiatrische Begutachtung in Gang und veranlasst seine Einweisung in eine Klinik.

In Gesprächen mit Ärzten und Ermittlern entfaltet sich schrittweise die Vorgeschichte der Tat. Der Film zeigt Puius obsessives Begehren, die konfliktreiche Ehe sowie seinen seelischen Zerfall. Rückblenden und symbolische Motive verbinden die psychologische Entwicklung des Protagonisten mit dem traditionellen Tanz „Ciuleandra“, der als Leitmotiv für Rausch, Leidenschaft und Kontrollverlust dient.[1]

Produktion

Die Produktion entstand als rumänisch-westdeutsche Koproduktion zwischen Casa de Filme Trei, Studioul Cinematografic București und Cine TV Berlin. Gedreht wurde überwiegend an rumänischen Originalschauplätzen.

Veröffentlichung und Rezeption

Der Film kam 1985 in die rumänischen Kinos und wurde im Folgejahr als offizieller rumänischer Beitrag für den Oscar um den besten fremdsprachigen Film eingereicht.[2] Spätere Kritiken lobten die atmosphärische Bildgestaltung, die psychologische Intensität der Figurenzeichnung sowie die symbolische Funktion des traditionellen „Ciuleandra“-Tanzes.[3]

Einordnung

Ciuleandra zählt zu den späten literarischen Adaptionen des rumänischen Kinos vor der politischen Wende von 1989. Der Film verbindet psychologisches Drama, Kriminalhandlung und historisches Gesellschaftsporträt des rumänischen Adels der Zwischenkriegszeit.

Einzelnachweise

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