Claire Aho
finnische Fotografin
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Claire Aho (eigtl. Claire Anita Brofeldt;[1] * 2. November 1925 in Helsinki; † 29. November 2015 in Stockholm) war eine finnische Fotografin und Vorreiterin der Farbfotografie.[2][3] Sie machte sich mit farbintensiven Arbeiten aus Mode-, Werbe- und Editorialfotografie einen Namen.[4][5]

Leben
Aho war die Tochter des Fotografen und Filmemachers Heikki Aho sowie Enkelin des Schriftstellers Juhani Aho und der Künstlerin Venny Soldan-Brofeldt.[2] Eine Kamera erhielt sie bereits mit zehn Jahren, und die Grundlagen der Bildkomposition lernte sie beim Fotografieren der Gemälde ihrer Großmutter.[6][7] Ihr fotografisches Handwerk erlernte sie im Umfeld von Aho & Soldan, des von ihrem Vater und ihrem Onkel Björn Soldan geprägten Foto- und Filmunternehmens.[7][2] Ihr erstes veröffentlichtes Foto erschien 1941 in Suomen Kuvalehti.[2] Ab 1974 lebte sie in Stockholm.[7] Sie starb dort 2015 bei einem Wohnungsbrand.[2][3]
Wirken
Aho begann ihr Wirken im Dokumentarfilm und gründete in den 1950er-Jahren ein eigenes Studio.[4][5] Sie arbeitete bereits in den 1950er-Jahren mit Farbfotografie und entwickelte diese Technik weiter.[8][5][2] Im Jahr 1952 war sie bei den Olympischen Spielen in Helsinki als einzige Frau mit der Kamera vertreten; daneben umfasste ihre Laufbahn Fernsehen, Mode- und Werbefotografie sowie Bildreportagen.[9][3] Für Zeitschriften wie Eeva, Me Naiset, Anna, Viikkosanomat und Avotakka sowie für Werbung und Designunternehmen schuf sie Titelbilder, Modeaufnahmen und Werbefotografien.[2][5] Ihre oftmals humorvollen, präzise komponierten und farbgesättigten Bilder machten sie zu einer wichtigen Vertreterin der finnischen visuellen Kultur der 1950er- und 1960er-Jahre.[5][6] Eine breitere Wiederentdeckung erfuhr ihr Werk mit der Ausstellung Tyylin aika in Helsinki 2011, der Londoner Schau Claire Aho: Studio Works 2013 und Colour Me Modern: Claire Aho and the New Woman in Stroud 2026.[10][6][5]