Claire Maurier

französische Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Claire Maurier (* 27. März 1929 in Céret als Odette Michelle Suzanne Agramon; † 3. Mai 2026) war eine französische Schauspielerin.

Claire Maurier (1952)

Leben

Die Tochter eines Franzosen und einer gebürtigen Katalanin studierte bereits mit 16 Jahren Schauspielerei am Conservatoire de Bordeaux.[1] Ab den frühen 1950er-Jahren erfolgten Auftritte im Kino. Eine ihrer bekanntesten Filmrollen spielte sie 1959 im Filmklassiker Sie küßten und sie schlugen ihn vom Nouvelle-Vague-Regisseur François Truffaut als barsche und gefühlskalte Mutter des von Jean-Pierre Léaud verkörperten Antoine Doinel. Weitere frühe Filmauftritte hatte sie in Die Pariserin (1957) mit Charles Boyer sowie in der Komödie Alles in Butter (1963) neben den Starkomikern Fernandel und Bourvil, in der sie die bigam lebende Ehefrau der beiden Starkomiker spielte. Eine historische Rolle verkörperte Maurier als Ninon de Lenclos in der Literaturverfilmung Angélique von Bernard Borderie.

Ab den 1960er-Jahren spielte sie auch regelmäßig in Fernsehserien und Fernsehfilmen, ihre Kinoauftritte wurden dagegen seltener. 1978 verkörperte Maurier in der Hitkomödie Ein Käfig voller Narren die Rolle der Geschäftsfrau Simone, die mit einem homosexuellen Mann ein Kind gezeugt und es diesem zur Erziehung überlassen hatte. Drei Jahre später erhielt sie eine César-Nominierung als beste Nebendarstellerin für ihren Auftritt in Claude Sautets Filmdrama Der ungeratene Sohn. Im 21. Jahrhundert spielte sie unter anderem die Rolle der Café-Besitzerin Suzanne in der Liebeskomödie Die fabelhafte Welt der Amélie (2001) und war als Mutter von Gérard Depardieus Hauptfigur, die ihren Sohn verachtet, in Das Labyrinth der Wörter (2010) zu sehen. Zuletzt stand sie im Jahr 2013 für die Fernsehserie La famille Katz vor der Kamera.

Neben ihrer Film- und Fernseharbeit erreichte die Schauspielerin in ihrem Heimatland vor allem durch zahlreiche Theaterrollen Bekanntheit, vorwiegend an angesehenen Theaterhäusern in Paris. Im Jahr 1995 wurde sie für den Theaterpreis Molière nominiert. Die Schauspiellaufbahn der Charakterdarstellerin Claire Maurier umfasst zusammengenommen rund 45 Kinofilme, über 50 Fernsehproduktionen und zahlreiche Theaterauftritte in einem Zeitraum von über 60 Jahren.

Claire Maurier starb am 3. Mai 2026 im Alter von 97 Jahren.[2]

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Commons: Claire Maurier – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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