Claude Gensac

französische Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Claude Jeanne Malca Gensac (* 1. März 1927 in Acy-en-Multien, Oise; † 27. Dezember 2016 in Paris) war eine französische Schauspielerin.

Claude Gensac (1960er Jahre)

Leben und Karriere

Claude Gensac besuchte nach dem Abbruch der Regelschule die Schauspielschule Cours Simon und anschließend das Conservatoire national supérieur d’art dramatique, das sie 1947 abschloss.[1] 1952 spielte sie in ihrem ersten Kinofilm La Vie d’un honnête homme ein Zimmermädchen. In dem Film spielte der damals noch wenig bekannte Louis de Funès einen Kammerdiener.[1]

Internationale Bekanntheit erlangte Gensac ab den späten 1960er Jahren als Komödienpartnerin von de Funès, wobei sie häufig dessen Ehefrau spielte. Zwischen 1967 und 1982 wirkte sie in zehn de-Funès-Filmen mit. Mit ihrer hochgewachsenen Figur und ihrer vornehmen, damenhaften Zurückhaltung war Gensac ein Gegenpart zum gedrungenen, cholerischen de Funès.[2] In den Saint-Tropez-Komödien mit de Funès wurde Gensac von der deutschen Schauspielerin Tilly Lauenstein synchronisiert.

Nach dem Tod von de Funès 1983 erhielt Gensac kaum Filmrollen, war aber als Theaterschauspielerin aktiv.[3] 2001 spielte sie in der französischen Kinoversion von Absolutely Fabulous in der Rolle der Mutter erstmals seit 1987 (Poule et frites) wieder eine Kinorolle. Danach übernahm sie nochmals zahlreiche Kino- und Fernsehrollen. 2013 spielte Gensac in Madame empfiehlt sich die nervige Mutter von Catherine Deneuve. 2015 war sie für ihre Rolle als Martha in Treibsand (2013) für den César als beste Nebendarstellerin nominiert.[3]

Gensac mit ihrem Sohn (1993)

Gensac spielte insgesamt in über 100 Kino- und Fernsehfilmen, außerdem zahlreiche Theaterrollen.[3] 2011 wurde sie mit dem Ordre des Arts et des Lettres im Rang des Offiziers ausgezeichnet.[4]

Claude Gensac war zweimal verheiratet: Von 1952 bis 1954 mit dem Schauspieler Pierre Mondy (1925–2012) sowie von 1958 bis 1977 mit Henri Chemin (* 1933), Rennfahrer und PR-Chef von Ford France. Aus der Ehe stammt ein Sohn. Claude Gensacs Wohnort war Neuilly-sur-Seine, ab 1989 besaß sie außerdem ein Landhaus in der Normandie. Claude Gensac starb im Schlaf in der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember 2016. Sie wurde 89 Jahre alt.[3] Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof in Glos-sur-Risle, Normandie.

Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Claude Gensac: Ma biche … c’est vite dit !, Michel Lafon, 2005 (Autobiographie).
  • Claude Gensac. In: François Mauriac: On n’est jamais sûr de rien avec la télévision: chroniques 1959–1964. Merryl Moneghetti, Bartillat, 2008, S. 419.
Commons: Claude Gensac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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