Claudia Augusta
römische Prinzessin, Tochter Neros und der Poppaea Sabina
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Leben
Claudia war die einzige Tochter des römischen Kaisers Nero und dessen zweiter Frau Poppaea Sabina. Wie ihre Mutter wurde auch Claudia mit dem Titel Augusta geehrt.
Anlässlich der Geburt des Kindes in Antium, wo auch Nero zur Welt gekommen war, wurden der Fruchtbarkeit ein Tempel gelobt, Festspiele nach dem Vorbild der nikopolitanischen Actia sowie weitere Feierlichkeiten veranstaltet. Den ludi Augustales der gens Iulia in Bovillae entsprechend sollten in Antium öffentliche Circusspiele der Claudier und Domitier abgehalten werden.
Das Kind starb jedoch schon im vierten Lebensmonat an einer unbekannten Krankheit. Nero und Poppaea betrauerten ihren Tod und veranlassten den Senat, das Kind zu vergöttlichen. Goldene Statuen der Diva Claudia wurden in Tempeln aufgestellt, ein Schrein und ein Priester ihr gewidmet.
Rezeption
Im Roman Quo Vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz lastet Poppaea die tödliche Erkrankung ihrer Tochter einem zauberischen Einfluss der (fiktiven) Christin Lygia an, woraus dramaturgisch ein Motiv für die Neronische Christenverfolgung konstruiert wird.[2]
Quellen
Literatur
- Prosopographia Imperii Romani (PIR) ² C 1061.
Weblinks
- Münze der Divae Poppaea und Claudia, um 65 auf wildwinds.com
