Claudio Caratsch

Schweizer Diplomat From Wikipedia, the free encyclopedia

Claudio Reto Caratsch (* 28. April 1936 in Berlin; † 21. April 2020)[1] war ein Schweizer Diplomat.

Leben

Claudio Caratsch wurde als Sohn des Journalisten und Schriftstellers Reto Caratsch und dessen Ehefrau Irma Pidermann in Berlin geboren, wo sein Vater von 1930 bis 1940 als Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) tätig war.[2][3] Er trat 1961 in den diplomatischen Dienst ein und war zwischen 1965 und 1966 Mitarbeiter der Direktion für internationale Organisationen im Eidgenössischen Politischen Departement, anschließend von 1967 bis 1969 Zweiter Sekretär an der Botschaft in Ägypten. Danach war Caratsch von 1970 bis 1973 erster Sekretär an der Botschaft in der Volksrepublik Polen sowie von 1973 bis 1974 erst Mitarbeiter und von 1974 bis 1976 stellvertretender Sektionschef in der Politischen Abteilung I des Politischen Departements. 1978 wurde er Minister an der Botschaft in Österreich und 1984 Nachfolger von Jean Olivier Quinche als Botschafter in der Elfenbeinküste bis 1988, woraufhin Jacques Reverdin sein Nachfolger wurde. Er selbst löste 1988 Luciano Mordasini als Botschafter in Ägypten ab und übte dieses Amt bis 1990 aus. Ernst Thurnheer wurde sein Nachfolger. 1990 wurde Caratsch zum Vizepräsidenten des Internationalen Roten Kreuzes gewählt – in dieser Funktion war er bis 1995 in Genf tätig. 1995 ging er zurück in den diplomatischen Dienst und wurde als Nachfolger von Max Dahinden neuer Botschafter in Ungarn mit Zweitakkreditierung für Slowenien. Er übte dieses Amt bis 1999 aus, woraufhin Rudolf Weiersmüller seine Nachfolger antrat. Caratsch wurde er als Nachfolger von François-Charles Pictet von 1997 bis 2001 nichtresidenter Botschafter in Sondermission beim Heiligen Stuhl.

1999 übernahm Caratsch von Adolf Lacher den Posten als Botschafter in Österreich und übte dieses Amt bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2001 aus. Johann Bucher wurde sein Nachfolger.

Einzelnachweise

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