Clint Eastwood (Lied)

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Clint Eastwood ist ein Lied und die Debütsingle der virtuellen britischen Band Gorillaz, das im März 2001 erschien und in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Rapper Del tha Funkee Homosapien aufgenommen wurde.

Schnelle Fakten Gorillaz feat. Del tha Funkee Homosapien, Veröffentlichung ...
Clint Eastwood
Gorillaz feat. Del tha Funkee Homosapien
Veröffentlichung 5. März 2001
Länge 5:51 (Albumversion)
Genre(s) Alternative Rap,[1] Alternative Rock,[2] Rap Rock,[3] Trip-Hop[4]
Autor(en) Damon Albarn, Jamie Hewlett, Teren Jones
Produktion Damon Albarn, Jamie Hewlett, Dan Nakamura
Label Parlophone
Album Gorillaz
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Entstehung und Veröffentlichung

Das Lied wurde von den beiden Gorillaz-Mitgliedern Damon Albarn und Jamie Hewlett geschrieben sowie produziert. Während das Duo beim Schreibprozess von Teren Jones (Del tha Funkee Homosapien) unterstützt wurde,[5] erhielt es bei der Produktion durch Dan Nakamura (Dan the Automator) Unterstützung.[6] Während der Gastmusiker Del tha Funkee Homosapien die Strophen interpretiert, wird der Refrain von Albarn gesungen.

Der Titel Clint Eastwood wurde laut Albarn aus mehreren Gründen gewählt. Das Album wurde in Jamaika aufgenommen, wo ein lokaler Künstler unter dem Alias Clint Eastwood auftrat. Ebenfalls ist Albarn nach eigener Aussage großer Fan von Ennio Morricone, der den Soundtrack zu mehreren Eastwood-Filmen beisteuerte. Auch findet Albarn, dass sich das Lied selbst gut in die Filme von Eastwood und Morricone einfügen würde.[7]

Für die Demoaufnahmen wurden ein Vierspurrekorder, ein Drumcomputer und eine Gitarre verwendet. Der finale Backing-Track wurde mithilfe der Anwendung Logic Pro aufgenommen. Für die Streicher wurde das Streicherkeyboard Solina String Ensemble genutzt. Die Hintergrundmelodie wurde mit der ersten Voreinstellung „Preset Rock 1“ eines Omnichords erzeugt.[8] Der Großteil des Instrumentalteils wird durch die Melodica gespielt.[9]

Die Erstveröffentlichung von Clint Eastwood erfolgte als Debütsingle am 5. März 2001 bei Parlophone. Diese erschien als CD-Maxi-Single mit einem Remix, dem dazugehörigen Musikvideo sowie dem Titel Dracula als B-Seiten (Katalognummer: 8790500).[6] Am 24. März desselben Jahres erschien das Lied als Teil des ersten Studioalbums Gorillaz (Katalognummer: 7243 5 31138 1 0).[10] Im gleichen Jahr erschien zudem eine 7″-Single, als Teil der Reihe For Jukeboxes Only!, die die Nachfolge-Single 19/2000 als B-Seite enthält (Katalognummer: Virgin 72438-77673-7-9).[6]

Hintergrund

Del tha Funkee Homosapien war ursprünglich nicht für den Song vorgesehen, stattdessen wurden die ersten Versionen der Rapzeilen von der britischen Hip-Hop-Gruppe Phi Life Cypher eingesungen. Einige Singleversionen beinhalten auch die originale Aufnahme. Während einer Aufnahmesession von Dan the Automator mit Del für das Album Deltron 3030 wurde der Rapper angeworben. Dieser verfasste und sang seinen Teil in lediglich 30 Minuten, unter Hilfe des Buches How to Write a Hit Song (englisch für „Wie man einen Hit-Song schreibt“), das ihm seine Mutter geschenkt hatte. Laut Del war ihm die Verwendung auf dem Lied zunächst nicht bewusst; er erfuhr erst davon, als dieses an Popularität gewann.[11]

Musikvideo

Das dazugehörige Musikvideo ist 4:27 Minuten lang und entstand unter der Regie von Pete Candeland und Jamie Hewlett.[12] Es beginnt mit dem roten Gorillaz-Logo vor schwarzem Grund und einem Zitat aus dem Horrorfilm Zombie von 1978 auf Englisch und Japanisch: Every dead body that is not exterminated, gets up and kills, the people it kills, get up and kill (deutsch: „Jeder Tote, der nicht ausgerottet wird, steht auf und tötet. Die Menschen, die er tötet, stehen auf und töten.“) Ebenfalls am Anfang des Videos sind ein Schrei und eine Melodicamelodie zu hören, die an die Schreie in der Titelmusik des Films Zwei glorreiche Halunken angelehnt sind, in welchem Clint Eastwood die Hauptrolle spielte.

Damon Albarn wird im Video von 2-D verkörpert, der als Hommage an Resident Evil ein T-Virus-Shirt trägt. Zusammen mit der Band spielt er vor einem zunächst weißen Hintergrund. Die Baseballcap des Schlagzeugers Russel Hobbs erhebt sich anschließend wie von Zauberhand, woraufhin der als Geist dargestellte Del tha Funkee Homosapien erscheint und die Band erfürchten lässt. Währenddessen färbt sich der Hintergrund dunkel, Wolken ziehen auf und durch einen Sprung Dels reißt die Erde auf, woraufhin riesige Grabsteine entstehen. Daraufhin erheben sich Zombie-Gorillas, die zunächst ihre Hände aus dem Boden strecken und den Bassisten Murdoc am Schritt zu Boden ziehen – eine Anspielung an Peter Jacksons Film Braindead von 1992. Durch das folgende Erstehen der Zombie-Gorillas verschreckt, versucht Murdoc zu fliehen, wird jedoch von ihnen verfolgt. Als er anhält, sieht er die Gorillas – wie im Musikvideo zu Thriller – tanzend vor sich und wird durch einen Blitzschlag umgeworfen. Die Gitarristin Noodle läuft anschließend hüpfend über den Friedhof und streckt einige Gorillas nieder, woraufhin sich der Geist von Del in den Kopf von Russel zurückzieht und die restlichen Gorillas verwehen. Zum Schluss stehen alle Bandmitglieder wieder zusammen und die Sonne geht auf. Abschließend werden die vier noch kurz vorgestellt. Das Video endet mit einem schwarzen Bild.

Rezeption

Der Rolling Stone positionierte Clint Eastwood auf Platz 38 der „100 besten Lieder der 2000er“.[13]

NME wertete das Lied 2011 auf Platz 141 der „150 besten Lieder der letzten 15 Jahre“ und auf Platz 347 der „500 großartigsten Lieder aller Zeiten“.[14][15]

Das australische Digitalradio Double J vergab 2021 Platz 14 der besten Debütsingles aller Zeiten.[16]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Clint Eastwood avancierte zum Nummer-eins-Hit in Italien.[6] Darüber hinaus erreichte das Lied Top-10-Platzierungen in Deutschland und Österreich (je Rang 2),[17][6] der Schweiz (Rang 3),[18] dem Vereinigten Königreich (Rang 4) und Schweden (Rang 7).[19][6]

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[17]2 (20 Wo.)20
 Österreich (Ö3)[6]2 (31 Wo.)31
 Schweiz (IFPI)[18]3 (35 Wo.)35
 Vereinigte Staaten (Billboard)[20]57 (11 Wo.)11
 Vereinigtes Königreich (OCC)[19]4 (17 Wo.)17
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (2001)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[21]14
 Österreich (Ö3)[22]15
 Schweiz (IFPI)[23]18
 Vereinigtes Königreich (OCC)[24]12
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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Weitere Informationen Land/Region, Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe) ...
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)[25] Gold35.000
 Dänemark (IFPI)[26] Gold45.000
 Deutschland (BVMI)[27] Gold250.000
 Frankreich (SNEP)[28] Silber125.000
 Italien (FIMI)[29] Gold25.000
 Kanada (MC)[30]  Platin240.000
 Neuseeland (RMNZ)[31]  Platin90.000
 Österreich (IFPI)[32] Gold20.000
 Schweden (IFPI)[33] Gold15.000
 Schweiz (IFPI)[34] Gold20.000
 Spanien (Promusicae)[35] Gold30.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[36]  Platin1.200.000
Insgesamt 1× Silber
8× Gold
8× Platin
2.095.000
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Einzelnachweise

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