Clásica San Sebastián 2015

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Die Clásica San Sebastián 2015 war die 35. Austragung dieses Radrennens und fand am 1. August 2015 statt. Das Rennen wurde an einem Samstag, sechs Tage nach dem Ende der Tour de France ausgetragen. Das Eintagesrennen war Teil der UCI WorldTour 2015 und innerhalb dieser das 19. von 28 Rennen. Die Gesamtdistanz des Rennens betrug 219 Kilometer. Es siegte der Brite Adam Yates aus der australischen Mannschaft Orica GreenEdge vor dem Belgier Philippe Gilbert aus der US-amerikanischen Mannschaft BMC und dem Spanier Alejandro Valverde aus der spanischen Mannschaft Movistar.[1]

Schnelle Fakten
Clásica San Sebastián 2015
Rennserie UCI WorldTour  Kategorie 1.UWT
Austragungsland Spanien Spanien
Austragungszeitraum 1. August 2015
Gesamtlänge 219 km
Starterfeld 150 aus 27 Nationen in 19 Teams
(davon 96 im Ziel angekommen)
Sieger
Gesamtwertung 1. Vereinigtes Konigreich Adam Yates (OGE) 5:30:22 h
2. Belgien Philippe Gilbert (BMC) + 0:15 min
3. Spanien Alejandro Valverde (MOV) gleiche Zeit
Teamwertung Kasachstan Astana Pro Team 16:32:00 h
2014 2016
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Wenige Kilometer vor dem Ziel wurde der bis dahin führende Belgier Greg Van Avermaet von einem Begleitmotorrad angefahren. Er stürzte schwer und konnte das Rennen nicht beenden. Van Avermaets Rennstall BMC erwog daraufhin rechtliche Schritte gegen den Weltradsportverband UCI. Yates bekam diesen Sturz zunächst nicht mit und glaubte beim Überqueren der Ziellinie, er sei Zweiter hinter Van Avermaet geworden.[2]

Für Adam Yates war es der erste Sieg bei der Clásica San Sebastián. Darüber hinaus war er der erste Brite überhaupt, der das Rennen für sich entschied.

Teilnehmer

Übersicht über die angetretenen Mannschaften
17 UCI WorldTeams
FrankreichFrankreich AG2R La Mondiale (ALM)
Kasachstan Astana Pro Team (AST)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten BMC Racing Team (BMC)
Belgien Etixx-Quick Step (EQS)
FrankreichFrankreich FDJ (FDJ)
Schweiz IAM Cycling (IAM)
 
RusslandRussland Team Katusha (KAT)
ItalienItalien Lampre-Merida (LAM)
Belgien Lotto Soudal (LTS)
SpanienSpanien Movistar Team (MOV)
AustralienAustralien Orica GreenEdge (OGE)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Team Sky (SKY)
 
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Team Cannondale-Garmin (TCG)
RusslandRussland Tinkoff-Saxo (TCS)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Trek Factory Racing (TFR)
DeutschlandDeutschland Team Giant-Alpecin (TGA)
NiederlandeNiederlande Team Lotto NL-Jumbo (TLJ)
 
2 UCI Professional Continental Teams
SpanienSpanien Caja Rural-Seguros RGA (CJR)
 
FrankreichFrankreich Cofidis, Solutions Crédits (COF)

Startberechtigt waren die 17 UCI WorldTeams der Saison 2015. Zusätzlich vergab der Veranstalter Wildcards an zwei UCI Professional Continental Teams. Die 19 teilnehmenden Mannschaften traten mit jeweils acht Fahrern an, mit Ausnahme der Teams Sky und Lotto NL-Jumbo, die nur mit jeweils sieben Fahrern starteten. Dadurch ergab sich ein Starterfeld von insgesamt 150 Fahrern aus 27 Nationen. Unter den Fahrern befanden sich ein Deutscher und vier Schweizer. Ein Österreicher war nicht am Start.

Strecke

Streckenführung

Sicht auf die Stadt San Sebastián von dem Gipfel des Bordako Tontorra

Im Vergleich gab es zu der Strecke im Vorjahr keine Streckenänderung.[3]

Das Rennen startete in der Stadt San Sebastián. Der erste Teil der Strecke verlief leicht wellig. Vom Startort aus ging es in Richtung Westen durch die Städte Orio und Zarautz. Danach verlief die Strecke gen Süden ins Landesinnere. Nach der Passage des Ortes Azpeitia gab es mit dem Alto de Iturburu die erste Bergwertung der ersten Kategorie bei Kilometer 59,5. Weiter ging es durch den Ort Tolosa. Von dort aus ging durch Villabona, Andoáin und Hernani wieder in Richtung der Küste des Golfs von Biskaya. Auf weiterhin welligem Profil wurde nach 99 Kilometern die Verpflegungszone erreicht. Die zweite Hälfte des Rennens war mit fünf weiteren Bergwertungen anspruchsvoller. Bei Kilometer 125,0 gab es mit der ersten Passage des Alto de Jaizkibel die zweite Bergwertung der ersten Kategorie. Der Anstieg ist 7,8 Kilometer lang und im Schnitt 5,84 Prozent steil. Darauf folgte bei Kilometer 147,8 der Alto de Arkale, eine Bergwertung der zweiten Kategorie. Danach wurde erneut eine Runde über den Alto de Jaizkibel und den Alto de Arkale gefahren. Auf dieser Runde gab es außerdem zwei Zwischensprints in Irun und Oiartzun, die ebenfalls jeweils zweimal passiert wurden. Die letzte Bergwertung war mit dem Bordako Tontorra eine Bergwertung der zweiten Kategorie 7,1 Kilometer vor dem Ziel. Das Rennen endete nach 219 Kilometern im Startort San Sebastián.[4]

Das Rennen fand ausschließlich in der Provinz Gipuzkoa in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland statt.

Zwischensprints

Das Rennen umfasste vier Zwischensprints in zwei verschiedenen Orten, die jeweils zweimal passiert wurden.[5]

Weitere Informationen Ort (Passage), Kilometer vom Start ...
Ort (Passage)Kilometer
vom Start
Kilometer
zum Ziel
Irun (1/2)137,0082,0
Oiartzun (1/2)150,0069,0
Irun (2/2)177,4041,6
Oiartzun (2/2)191,0028,0
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Bergwertungen

Während des Rennens gab es insgesamt sechs Bergwertungen, davon drei der ersten Kategorie und drei der zweiten Kategorie. Diese Bergwertungen wurden an vier verschiedenen Anstiegen ausgefahren.[5]

Weitere Informationen Kategorie, Anstieg (Passage) ...
KategorieAnstieg (Passage)Kilometer
vom Start
Kilometer
zum Ziel
Längedurchschnittliche
Steigung
Höhe
1Alto de Iturburu (1/1)059,5159,53,5 km5,00 %550 m
1Alto de Jaizkibel (1/2)125,0094,07,8 km5,84 %455 m
2Alto de Arkale (1/2)147,8071,22,7 km6,30 %210 m
1Alto de Jaizkibel (2/2)165,3053,77,8 km5,84 %455 m
2Alto de Arkale (2/2)188,2030,82,7 km6,30 %210 m
2Bordako Tontorra (1/1)211,9007,12,5 km9,00 %255 m
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Reglement

Neben der Einzelwertung, die den Sieger des Rennens bestimmte, gab es mehrere Sonderwertungen. Es gab eine Teamwertung, bei der die Zeiten der besten drei Fahrer einer jeden Mannschaft addiert wurden. Das Team mit der geringsten Gesamtzeit war Sieger dieser Sonderwertung. Außerdem gab es eine Punkte- und eine Bergwertung. Diese ergaben sich aus der Summe der Punkte der Fahrer, die sie bei den Zwischensprints bzw. Bergwertungen während des Rennens sammelten. Dabei war jeweils der Fahrer mit den meisten Punkten der Sieger in diesen Sonderwertungen. Die Punkte bei den Zwischensprints und Bergwertungen wurden nach folgender Punkteverteilung vergeben:

Punkteverteilung Punktewertung
Platz 1. 2. 3.
Zwischensprint321
Punkteverteilung Bergwertung
Platz 1. 2. 3. 4. 5. 6.
Kategorie 11086421
Kategorie 26421

Darüber hinaus wurde der beste Fahrer aus dem Baskenland und Navarra in der Gesamtwertung ausgezeichnet. Diese Auszeichnung hieß offiziell mejor vasco-navarro.

Ergebnis

UCI WorldTour

Die Clásica San Sebastián war innerhalb der UCI WorldTour 2015 ein Rennen der 4. Kategorie. Deshalb erhielten die zehn besten Fahrer – vorausgesetzt sie fahren für ein UCI WorldTeam – Punkte für das UCI WorldTour Ranking mit folgender Punkteverteilung:

Punkteverteilung
Platzierung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.
Punkte 80 60 50 40 30 22 14 10 6 2

Endstand

Von den 150 gemeldeten Fahrern gingen alle an den Start, von denen 96 im Ziel angekommen sind.[6]

Weitere Informationen Platz, Fahrer ...
PlatzFahrerNationTeamZeitPunkte
01.Adam YatesVereinigtes Konigreich GBROrica GreenEdge5:30:22 h
(39,774 km/h)
80
02.Philippe GilbertBelgien BELBMC Racing Team+ 0:15 min60
03.Alejandro ValverdeSpanien ESPMovistar Teamgleiche Zeit50
04.Daniel MorenoSpanien ESPTeam Katushagleiche Zeit40
05.Joaquim RodríguezSpanien ESPTeam Katushagleiche Zeit30
06.Bauke MollemaNiederlande NEDTrek Factory Racinggleiche Zeit22
07.Daniel MartinIrland IRLTeam Cannondale-Garmingleiche Zeit14
08.Julian AlaphilippeFrankreich FRAEtixx-Quick Stepgleiche Zeit10
09.Warren BarguilFrankreich FRATeam Giant-Alpecingleiche Zeit06
10.Rigoberto UránKolumbien COLEtixx-Quick Stepgleiche Zeit02
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Punktewertung

Die Punktewertung gewann der Australier Nathan Haas (TCG) mit fünf Punkten. Er gewann dabei einen der insgesamt vier Zwischensprints. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Franzose Stéphane Rossetto (COF) mit drei Punkten und der Italiener Manuele Boaro (TCS) mit ebenfalls drei Punkten. Insgesamt konnten neun Fahrer Punkte in dieser Wertung erreichen.

Weitere Informationen Platz, Fahrer ...
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Bergwertung

Die Bergwertung gewann ebenfalls der Australier Nathan Haas (TCG) mit 30 Punkten. Er gewann dabei drei der insgesamt sechs Bergwertungen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Belgier Dennis Vanendert (LTS) mit 16 Punkten und der Italiener Manuele Boaro (TCS) mit 14 Punkten. Insgesamt konnten 16 Fahrer Punkte in dieser Wertung erreichen.

Weitere Informationen Platz, Fahrer ...
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Teamwertung

Die Teamwertung gewann die kasachische Mannschaft Astana in einer Gesamtzeit von 16:32:00 Stunden. Auf den weiteren Plätzen folgten das australische Team Orica GreenEdge und das russische Team Katusha mit 1:18 bzw. 1:33 Minuten Rückstand. In dieser Wertung waren die 19 teilnehmenden Mannschaften klassiert.

Weitere Informationen Platz, Team ...
PlatzTeamNationZeit
1.Astana Pro TeamKasachstan KAZ16:32:00 h
(39,740 km/h)
2.Orica GreenEdgeAustralien AUS+ 1:18 min
3.Team KatushaRussland RUS+ 1:33 min
4.Etixx-Quick StepBelgien BEL+ 1:33 min
5.BMC Racing TeamVereinigte Staaten USA+ 1:42 min
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„Mejor vasco-navarro“

Die Wertung des besten Fahrers aus dem Baskenland und Navarra, offiziell mejor vasco-navarro, gewann der Baske Amets Txurruka (CJR) als 53. der Gesamtwertung mit einer Zeit von 5:33:25 Stunden bzw. 3:03 Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger.

Einzelnachweise

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