Clóvis Ferro Costa

Brazilian lawyer and public servant From Wikipedia, the free encyclopedia

Clóvis Ferro Costa (* 19. November 1919 in Passagem Franca, Maranhão; † 12. Februar 1992 in Rio de Janeiro) war ein brasilianischer Rechtsanwalt und Politiker der União Democrática Nacional (UDN), der unter anderem zwischen 1959 und 1964 Mitglied der Abgeordnetenkammer sowie von 1989 bis 1990 als kommissarischer Generalberater des Präsidenten der Republik Mitglied des Kabinetts war.

Leben

Clóvis Ferro Costa, Sohn des Richters José de Maria Costa und Hilda de Maria Ferro Costa, begann nach dem Besuch des Colégio Estadual Paes de Carvalho ein Studium an der Juristischen Fakultät von Pará, aus der 1957 die heutige Universidade Federal do Pará (UFPA) in Belém hervorging, und nahm nach deren Abschluss 1943 eine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit engagierte er sich als Mitglied des Bundesrates der Brasilianischen Anwaltskammer OAB (Ordem dos Advogados do Brasil), als Mitglied des Akademischen Senats der Juristischen Fakultät von Pará sowie als Mitglied des Brasilianischen Anwaltsinstituts IAB (Instituto dos Advogados do Brasil). 1951 wurde er für die Nationale Demokratische Union UDN (União Democrática Nacional) Mitglied der Legislativversammlung von Pará, der er bis 1959 angehörte.

Im Anschluss wurde Ferro Costa für die UDN für den Bundesstaat Pará Mitglied der Abgeordnetenkammer (Câmara dos Deputados do Brasil) und wurde 1963 Mitglied des Ständigen Ausschusses für Verfassung und Justiz. Nach dem Militärputsch vom 31. März 1964 wurde ihm gemäß Artikel 10 des Institutionalisierungsgesetzes Nr. 1 (Ato Institucional Nº 1) vom 9. April 1964 in Verbindung mit den Gesetzen Nr. 1 und 2 des Obersten Revolutionskommandos vom 10. April 1964 das Mandat als Bundesabgeordneter entzogen und seine politischen Rechte für zehn Jahre suspendiert. Während der darauf folgenden Militärdiktatur (1964–1985) nahm er seine Tätigkeit als Rechtsanwalt wieder auf und fungierte nach der Wiederherstellung der Demokratie von 1986 bis 1989 als Rechtsdirektor von Itaipu Binacional, eine am 17. Mai 1974 gegründete binationale Körperschaft der Föderativen Republik Brasilien und der Republik Paraguay, die das Wasserkraftwerk Itaipú betreibt. Am 28. September 1989 wurde er als Nachfolger von Saulo Ramos[1] und einer kommissarischen Amtsführung von Sebastião Baptista Affonso (6. Juli bis 28. September 1989) als kommissarischer Generalberater (Consultor-geral da República interino) in das Kabinett von Staatspräsident José Sarney[2] und bekleidete dieses Amt bis zum Ende von Sarneys Amtszeit am 15. März 1990.

Einzelnachweise

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