Cohn-Extraktion

Extraktion von Albuminen aus Blutplasma, die von Edwin J. Cohn entwickelt wurde From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cohn-Extraktion, synonym Cohn-Fraktionierung, ist eine Extraktion von Albuminen aus Blutplasma, die von dem US-amerikanischen Biochemiker Edwin J. Cohn (1892–1953) entwickelt wurde.

Eigenschaften

Die Cohn-Extraktion ist eine Form der Plasmafraktionierung und besteht aus seriellen Fällungen mit steigenden Ethanol-Konzentrationen und sinkendem pH-Wert und sinkender Temperatur. Die Niederschläge entsprechen den Cohn-Fraktionen. Die dabei aufgereinigten Albumine behalten ihre biologische Aktivität.[1] Die per Cohn-Extraktion gereinigten Albumine wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatz für Blutplasma verwendet. Weiterhin wird durch die Cohn-Extraktion aus Rinderblut bovines Serumalbumin gereinigt.

Weitere Informationen Fraktion I, Fraktion II ...
Fraktion I Fraktion II Fraktion III Fraktion IV Fraktion V
Ethanol-Volumenanteil (%) 8 25 18 40 40
pH-Wert 7,2 6,9 5,2 5,8 4,8
Temperatur (°C) −3 −5 −5 −5 −5
Proteinfraktion (%) 5,1 3 3 3 1
Enthaltene Proteine Fibrinogen[2] Immunglobuline[3] Mannan-bindendes Lektin[4]
Serum-Amyloid P[4]
Immunglobuline[3]
Transcobalamin II[5]
Protein C[6]
α1-Antitrypsin[7]
α2-Macroglobulin[8]
Albumine[9]
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Geschichte

Die Cohn-Extraktion wurde 1946 von Edwin J. Cohn und L. E. Strong publiziert.[10] Später wurde aus dem Chargenprozess (synonym Batch-Verfahren) ein kontinuierliches Verfahren entwickelt.[11]

Einzelnachweise

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