Cohn-Extraktion
Extraktion von Albuminen aus Blutplasma, die von Edwin J. Cohn entwickelt wurde
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Die Cohn-Extraktion, synonym Cohn-Fraktionierung, ist eine Extraktion von Albuminen aus Blutplasma, die von dem US-amerikanischen Biochemiker Edwin J. Cohn (1892–1953) entwickelt wurde.
Eigenschaften
Die Cohn-Extraktion ist eine Form der Plasmafraktionierung und besteht aus seriellen Fällungen mit steigenden Ethanol-Konzentrationen und sinkendem pH-Wert und sinkender Temperatur. Die Niederschläge entsprechen den Cohn-Fraktionen. Die dabei aufgereinigten Albumine behalten ihre biologische Aktivität.[1] Die per Cohn-Extraktion gereinigten Albumine wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatz für Blutplasma verwendet. Weiterhin wird durch die Cohn-Extraktion aus Rinderblut bovines Serumalbumin gereinigt.
| Fraktion I | Fraktion II | Fraktion III | Fraktion IV | Fraktion V | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ethanol-Volumenanteil (%) | 8 | 25 | 18 | 40 | 40 |
| pH-Wert | 7,2 | 6,9 | 5,2 | 5,8 | 4,8 |
| Temperatur (°C) | −3 | −5 | −5 | −5 | −5 |
| Proteinfraktion (%) | 5,1 | 3 | 3 | 3 | 1 |
| Enthaltene Proteine | Fibrinogen[2] | Immunglobuline[3] | Mannan-bindendes Lektin[4] Serum-Amyloid P[4] Immunglobuline[3] Transcobalamin II[5] |
Protein C[6] α1-Antitrypsin[7] α2-Macroglobulin[8] |
Albumine[9] |
Geschichte
Die Cohn-Extraktion wurde 1946 von Edwin J. Cohn und L. E. Strong publiziert.[10] Später wurde aus dem Chargenprozess (synonym Batch-Verfahren) ein kontinuierliches Verfahren entwickelt.[11]