Come See Me in the Good Light
Film von Ryan White (2025)
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Come See Me in the Good Light ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Ryan White aus dem Jahr 2025. Der Film begleitet die non-binäre Person Andrea Gibson in ihrem letzten Lebensjahr. Gibson hat einen Namen im Feld der Dichtung und Spoken-Word-Performance. Der Dokumentarfilm begleitet Gibson und Gibsons Ehefrau, die Poetin Megan Falley, in ihrem letzten gemeinsamen Jahr nach einer Diagnose mit unheilbarem Eierstockkrebs.[1][2]
| Film | |
| Titel | Come See Me in the Good Light |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 109 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Amplify Pictures, Tripod Media |
| Stab | |
| Regie | Ryan White |
| Drehbuch | Ryan White |
| Produktion | Jessica Hargrave
Stef Willen Tig Notaro Ryan White |
| Musik | Blake Neely |
| Kamera | Brandon Somerhalder |
| Schnitt | Berenice Chavez |
| Besetzung | |
| |
Der Film feierte seine Weltpremiere im Rahmen des Sundance Film Festivals 2025, wo er den Festival Favorite Award als Publikumsliebling gewann.[3] In der Folge erhielt er weitere Publikums- und Fachpreise auf internationalen Dokumentarfilmfestivals.
Handlung
Die dokumentarische Erzählung setzt ein, nachdem bei Andrea Gibson eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Gibson und Megan Falley entscheiden sich, das voraussichtlich letzte gemeinsame Jahr bewusst zu zelebrieren: mit Alltagsritualen, Roadtrips, Spaziergängen, kleineren „Bucket-List“-Momenten und der Vorbereitung auf einen letzten großen Auftritt auf der Bühne.[4]
Der Film begleitet das Paar im gemeinsamen Zuhause in Colorado, beim Schreiben und Proben neuer Texte, während Krankenhausaufenthalten und Chemotherapien sowie bei intimen Gesprächen über Sterblichkeit, Komik und Sex.[5] Parallel zeichnet der Film die künstlerische Entwicklung Gibsons als Poetry-Slam-Größe und queere Ikone nach – von frühen Auftritten bis zu einem letzten, ausverkauften Bühnenauftritt, der zum emotionalen Höhepunkt des Dokumentarfilmes wird.[6]
Produktion
Come See Me in the Good Light entstand aus einer langjährigen Freundschaft zwischen Andrea Gibson, Megan Falley und Produzentin Stef Willen, die das Projekt an Regisseur Ryan White herantrug.[7] Produziert wurde der Film von Amplify Pictures und Tripod Media, ausführende Produzentinnen sind unter anderem Tig Notaro, Sara Bareilles und Brandi Carlile. Apple TV+ erwarb direkt nach der Sundance-Premiere die weltweiten Rechte.[8]
Die Dreharbeiten fanden überwiegend zwischen Anfang 2024 und Anfang 2025 in Colorado und auf Tourneen des Paares statt.[9] Kameramann Brandon Somerhalder setzt dabei stark auf intime, beobachtende Einstellungen, etwa in der Wohnung oder im Garten, während die Musik von Blake Neely Gibson Gedichte und Auftritte atmosphärisch rahmt.[10]
Für den Soundtrack entstand unter anderem der Song „Salt Then Sour Then Sweet“, den Gibson gemeinsam mit Sara Bareilles und Brandi Carlile schrieb.[11]
Veröffentlichung
Der Film wurde am 25. Januar 2025 im Programm „Premieres“ des Sundance Film Festivals uraufgeführt.[12] Anschließend lief er auf verschiedenen internationalen Festivals, darunter Hot Docs in Toronto, das Full Frame Documentary Film Festival in Durham, das San Francisco International Film Festival, das Seattle International Film Festival, Frameline49 in San Francisco sowie weitere queere Filmfestivals.[13][14][15]
Apple Original Films erwarb die weltweiten Rechte; die weltweite Streaming-Premiere auf Apple TV+ erfolgte am 14. November 2025, begleitet von einzelnen Kinovorführungen in ausgewählten Märkten.[16][17] Im deutschsprachigen Raum wird der Film als Streaming-Titel von Apple TV+ ausgewertet und u. a. von Plattformen wie JustWatch und Prime Video aufgeführt.[18][19]
Auszeichnungen
- 2025: Sundance Film Festival – Festival Favorite Award (Publikumspreis) für den besten Film.[20]
- 2025: Hot Docs Canadian International Documentary Festival – Hot Docs Audience Award (Bester Langfilm).[21]
- 2025: Seattle International Film Festival – Golden Space Needle Award: Best Documentary.[22]
- 2025: Cleveland International Film Festival (CIFF49) – Roxanne T. Mueller Audience Choice Award for Best Film.[23]
- 2025: Full Frame Documentary Film Festival – Publikumspreis (Audience Award – Feature).[24]
- 2025: San Francisco International Film Festival – Publikumspreis Dokumentarfilm (Audience Award: Best Documentary Feature).[25][26]
Rezeption
In deutschsprachigen Medien wird der Film vor allem als sensibles Porträt einer non-binären Dichterperson beschrieben, das Humor und existenzielle Themen eng miteinander verknüpft. Der Filmdienst bezeichnet Come See Me in the Good Light als dokumentarisches Porträt von Andrea Gibson, das den Umgang mit Krankheit und Endlichkeit mit einer „unerwartet leichten“ Erzählhaltung verbinde.[27]
In internationalen Kritiken wird häufig hervorgehoben, dass der Film weniger vom Sterben als vom Leben erzählt. Die britische Tageszeitung The Guardian beschreibt Adrian Horton den Film als „frank, funny and inspiring documentary“, das den Umgang mit Krebs offen, humorvoll und zutiefst menschlich inszeniere.[28] Stephanie Merry vergleicht in der Washington Post Gibson mit anderen öffentlichen Figuren, die durch ihren Umgang mit einer tödlichen Krankheit zum Referenzpunkt für eine breite Öffentlichkeit wurden, und betont die Lebensnähe und emotionale Wirkung der intimen Beobachtungen des Films.[29]