Common Vulnerabilities and Exposures

eine Liste öffentlich bekannter Schwachstellen in Computersystemen From Wikipedia, the free encyclopedia

Common Vulnerabilities and Exposures (CVE deutsch Bekannte Schwachstellen und Anfälligkeiten) ist ein vom US-amerikanischen National Cybersecurity FFRDC betriebenes und von der Mitre Corporation gepflegtes System zur standardisierten Identifikation und Benennung von öffentlich bekannten Sicherheitslücken und anderen Schwachstellen in Computersystemen. Ziel des CVE-Systems ist es, Mehrfachbenennungen derselben Gefahren durch verschiedene Unternehmen und Institutionen zu vermeiden.

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Verfahren

Eine bekannte Sicherheitslücke wird mit einer Nummer versehen, die aus dem Kürzel CVE, der Jahreszahl der Entdeckung des Problems sowie einer beliebigen fortlaufenden Nummer besteht (z. B. CVE-2020-1234). Dadurch wird eine eindeutige Identifizierung der Schwachstelle gewährleistet und ein reibungsloser Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Datenbanken einzelner Hersteller ermöglicht.

Die CVE-Nummern werden seit 1999 vergeben. Bis Ende 2013 waren die fortlaufenden Nummern eines Jahres immer vierstellig und wurden mit einer führenden Null angegeben, etwa CVE-1999-0012. Da dieses Format nicht mehr ausreichte, wurde es Anfang 2014 so angepasst, dass es beliebig viele Stellen zulässt, jedoch weiterhin mindestens vier Stellen benötigt.[1]

Die Verwaltung und Pflege der CVE-Liste erfolgt durch die Mitre Corporation[2] in Zusammenarbeit mit den CVE Numbering Authorities (CNAs). CNAs umfassen Sicherheitsexperten, Bildungseinrichtungen, Regierungsbehörden und Hersteller von Sicherheitssoftware.[3] Diese CNAs sind für die Vergabe und Verwaltung von CVE-IDs verantwortlich und spielen eine wichtige Rolle bei der Aktualisierung und Pflege des CVE-Systems. Das Programm wird von der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) des US-Heimatschutzministeriums unterstützt.[2]

Europäische Alternativen

Die Mitre Corporation gab am 15. April 2025 bekannt, dass die bisherige Förderung der US-Regierung zur Aufrechterhaltung des CVE-Systems zum 16. April 2025 auslaufe und nicht verlängert werde. Daher könne sie das System nicht über diesen Zeitraum hinaus betreiben.[4] Unmittelbar vor Ablauf dieser Frist verlängerte CISA die Förderung um weitere elf Monate bis zum 15. März 2026.[veraltet]

Daher betreibt das CERT in Luxemburg seit dem 7. Januar 2026 die EU-Schwachstellen-Datenbank db.gcve.eu als "Global CVE Allocation System" (GCVE) zur Schwachstellen-Veröffentlichung.[5] Anders als im CVE-System in den USA können verschiedene Stellen als GCVE Numbering Authority (GNA) Schwachstellen-Nummern vergeben. Diese sind wie CVE-IDs aufgebaut, ergänzt um eine ID der GNA, die die ID vergab. Zum Beispiel steht die "1" in GCVE-1-2023-40224 für CIRCL in Luxemburg als eine GNA. In den USA vergebene CVE-IDs sind einer GNA mit "0". So entspricht GCVE-0-2023-40224 der Schwachstelle CVE-2023-40224. Außerdem veröffentlichte die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) die 2024 angekündigte European Vulnerability Database (EUVD) für Schwachstellen.[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

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