Composition N. 169 + (186 + 206 + 214)

Musikalbum von Anthony Braxton From Wikipedia, the free encyclopedia

Composition N. 169 + (186 + 206 + 214) ist ein Musikalbum von Anthony Braxton. Die am 28. Juni 2000 live beim Ljubljana Music Festival entstandenen Aufnahmen erschienen im Oktober 2001 auf Leo Records.

Veröffent-
lichung

Oktober 2001

Aufnahme

28. Juni 2000

Format(e)

2 CD, Download

Schnelle Fakten Livealbum von Anthony Braxton, Veröffent-lichung ...
Composition N. 169 + (186 + 206 + 214)
Livealbum von Anthony Braxton

Veröffent-
lichung

Oktober 2001

Aufnahme

28. Juni 2000

Label(s)

Leo Records

Format(e)

2 CD, Download

Genre(s)

Neue Musik, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

2

Länge

1:31:44

Besetzung

  • Slowenisches Rundfunkorchester

Produktion

Anthony Braxton, Leo Feigin

Aufnahmeort(e)

Ljubljana Music Festival

Chronologie
Four Compositions (Duets) 2000
(2001)
Composition N. 169 + (186 + 206 + 214) Nine Compositions (Hill) 2000
(2001)
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Hintergrund

„Composition N.169 + (186 + 206 + 214)“ bezeichnet ein Orchesterwerk des Komponisten und Holzbläsers Anthony Braxton in einem „Crossover- und Neue-Musik-Stil“, der klassische und Neue Improvisationsmusik vereint. Für dieses Projekt hat Braxton gleichgesinnte Holzbläser sowie das Slowenische Rundfunkorchester engagiert, um eine Produktion vor Publikum beim „Ljubljana Music Festival“ aufzunehmen. Dabei wechselten sich die Kernmusiker (Braxton, Chris Jonas, James Fei und Jackson Moore) beim Dirigieren ab.[1]

Braxtons dichte, undurchschaubare Prosa beschreibt das Stück als eines, das „Strategien der Verteilung von Stakkato-Linien (Logik) mit intervallischen (fokussierten) Manipulationsstrategien auf der Unterebene (Interjektion) demonstriert“.[2]

Titelliste

  • Anthony Braxton Composition N. 169 + (186 + 206 + 214) (Leo Records – CD LR 320 / 321)[3]
  1. 1-1 Composition 169 + (186 + 206 + 214) 41:08
  2. 2-1 Composition 169 + (186 + 206 + 214) 50:57

Sie Komposition stammt von Anthony Braxton.

Rezeption

Steve Loewy verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, es handle sich um ein gewaltiges Werk, das etwas mehr als anderthalb Stunden dauert und ein Streichorchester sowie vier Saxophonisten, darunter Anthony Braxton, einsetzt. Ein Großteil davon klinge wie moderne klassische Musik, abgesehen von gelegentlichen improvisierten Zwischenspielen. Doch Klassifizierung sei noch nie Braxtons Sache gewesen, und dieses weitläufige Konzert baue, wie ein Großteil seines kompositorischen Schaffens seit den 1990er-Jahren, auf Stilen und Techniken auf, die der Komponist und Altsaxophonist nach und nach entwickelt habe. Ein Großteil des Stücks (das auf zwei CDs verteilt ist) habe einen statischen Charakter, geprägt von pulsierenden, vorwärtsdrängenden Streichern. Das Timbre der Streicher würde die Schläge tatsächlich abmildern, was dieses Werk hörbarer mache als einige andere Assemblagen des Komponisten. Die hervorragende Leistung des Slowenischen Rundfunkorchesters, gepaart mit einigen exzellenten Soli von Braxton und seinen Saxophonistenkollegen, würde dem Ganzen einen ernsten, wenn auch etwas anspruchsvollen Charakter verleihen. Es gebe die üblichen Glanzlichter, die komplexen rhythmischen Muster und die sich wiederholenden Vierteltöne, doch sei es äußerst schwierig, das Werk in einem Zug anzuhören. Ob das Werk als Ganzes eine Einheit bildet, kann als umstritten gelten, doch im Moment sollte man sich der Ansicht anschließen, dass es sich um ein bedeutendes Werk handelt, schon allein wegen der beträchtlichen Tiefe und Originalität der Musik.[2]

Anthony Braxton beim Moers Festival 2017

Nach Ansicht von Glenn Astarita, der das Album in All About Jazz rezensierte, beginnt „Composition N.169 + (186 + 206 + 214)“ damit, dass das Orchester inmitten subtiler Kontraste, zerklüfteter Ostinati und sich ausbreitender Unterströmungen leicht unzusammenhängende Bewegungen ausführt. Braxtons „Tri-Centric“-Kompositionsprinzipien würden jedoch die Wechselbeziehungen zwischen Instrumentierung und spontaner Dynamik verdeutlichen. Zeitweise erzeugten die Musiker eine Atmosphäre des Geheimnisvollen und Faszinierenden durch eine Fülle von bedrohlich inszenierten Passagen, punktuellen Refrains und linearen Entwicklungen. Braxton und Co. Würden mikrotonale Tiraden auf hypnotischen Orchesterbewegungen verfolgen, während sie sich gleichzeitig an Free-Jazz-Übungen beteiligen. In manchen Fällen könnte der visuelle Aspekt dieses Werks Assoziationen „zu einem anschwellenden Fluss oder vielleicht einer langen Reise durch einen dicht bewaldeten Wald“ wecken. Letztendlich biete diese Veröffentlichung einen weiteren lebendigen Einblick in Braxtons fortschrittliche und oft visionäre Konzepte.[1]

Einzelnachweise

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